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Werbung auf Bildern

Scheinbar gibt es kein Seitenelement das sich nicht auch vermarkten ließe. Wenn auch manches kaum über die Idee und eine erste Betaphase hinaus kommt. Die Idee liegt ja auch irgendwie nahe, schließlich gibt es eine riesige Menge von Bildern im Netz.

Scheinbar gibt es kein Seitenelement das sich nicht auch vermarkten liesse. Wenn auch manches kaum über die Idee und eine erste Betaphase hinaus kommt. Pixazza haben wir Ihnen bereits vorgestellt.

Die Idee liegt ja auch irgendwie nahe, schließlich gibt es eine riesige Menge von Bildern im Netz. Was man mit Texten machen kann, siehe Intext-Werbung, das sollte doch auch mit Bildern funktionieren. Picad, der Name deutet es bereits an, will Anzeigen direkt auf Abbildungen platzieren. Das sieht etwas so aus wie Googles Werbeversuche auf Youtube. Picad tritt jedoch nur in Aktion wenn die Maus ein Bild berührt.

Screenshot

Auch wenn der Screenshot das nicht erkennen lässt, Picad spricht von thematisch relevanten Anzeigen. Das wäre nicht ganz einfach zu realisieren. Schließlich bleibt für eine Analyse nicht viele mehr als der Dateiname, der Alternativ- oder Title-Text (sofern überhaupt vorhanden) und eventueller Umgebungstext.

Leider befindet sich Picad derzeit in einem geschlossenen Beta-Test und gibt keine Auskunft über Verdienstmöglichkeiten. Sicher wird per Klick abgerechnet. Wer sich traut, kann eine Beta-Einladung erbitten. Wer häufig Bilder zeigt oder gar Listen produziert, kann sich hier etwas ausrechnen. Bleibt die Frage was der Besucher davon hält. Da keine Einzelbilder, sondern ganze Seiten mit Ads versehen werden, kann die Sache schnell störend wirken. Insbesondere dann wenn Picad entgegen seinen Versprechungen keine Relevanz herstellen kann.

Etwas ganz ähnliches versucht der Blogvermarkter AdBrite mit seinem Ableger BritePic. Hier werden neben Werbung Community Features in Form eines Menüs in die Bilder projiziert. Eingebaut wird es indem man satt einen IMG-Tag ein Javascript Snippet verwendet. Abgerechnet wird nach CPC.

Screenshot

Eine Anzeige sieht – nach Mausklick – so aus: Der Balken oben ist immer zu sehen.

Screenshot

Ebenfalls noch in der Probierphase befindet sich Adaptcha. Hier soll das CAPTCHA zu Geld gemacht werden. Zur Erinnerung: dem Surfer wird eine Grafik mit verzerrten Buchstaben gezeigt, die abgelesen und in ein Textfeld eingetippt werden sollen. Die Buchstaben sind so verfremdet, dass OCR-Software sie nicht verarbeiten kann. Auf diese Weise will man Maschinen (Bots) von Menschen unterscheiden. Der Einsatz von CAPTCHAs hilft Spam zu unterdrücken. Die Technik kommt zum Einsatz wenn es um Anmelde- oder E-Mailformulare oder – besonders häufig – um Kommentare geht.

Statt mehr oder weniger schlecht lesbarer Zahlen- und Buchstabenkombinationen werden Fragen zu einer Anzeige gestellt. Die kann sich einer 100% Sichtbarkeit erfreuen.

Screenshot

Das Problem dabei, wer verfügt schon über Abrufzahlen von Welt, so dass sich die Sache lohnen könnte? CAPTCHAs können nur in limitierten Interaktionen eingesetzt werden, nicht bei Seitenaufrufen.

Adaptcha läuft in einer geschlossener Beta zu der man sich melden kann. Zahlenmaterial über Teilnehmer und Ergebnisse wurden bislang nicht publiziert. Auch hier heißt es also abwarten.

Von Sven Lennartz

Ex Webdesigner, Gründer von Dr. Web und Smashing Magazine. Heute ist Sven als Schriftsteller und Blogger unterwegs. Schau was er jetzt macht…

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