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5 gute Gründe beim E-Mail-Marketing auf ein WordPress-Plugin zu setzen

Webseite und E-Mail Marketing haben sich als zentrale Kommunikationskanäle zwischen Unternehmen und Kunde etabliert. Wird beides gut umgesetzt, intensivierst du bestehende Kundenbeziehungen, gewinnst Neukunden, erhöhst die Conversion Rates und steigerst deinen Umsatz. Warum nicht beides zusammenführen?

Blogger, Contao, Contenido, Drupal, Joomla!, Magento, Redaxo, Shopify, Typo3, WordPress uvm., Unternehmen können aus einer riesigen Auswahl an Content Management Systemen (CMS) wählen. WordPress nimmt hier eine marktbeherrschende Stellung ein. Jede vierte Webseite operiert mit diesem CMS und es existieren bereits zahlreiche E-Mail-Plugins.

Bei WordPress auf ein Plugin zu setzen macht durchaus Sinn. Damit erstellst, versendest und überprüfst du E-Mail-Kampagnen direkt aus dem WordPress-Backend heraus, ohne zwischen verschiedenen Systemen hin und her wechseln zu müssen. Du sparst Zeit, bist flexibler und senkst deine (Personal-)Kosten.

Doch warum überhaupt ein E-Mail-Plugin?

WordPress selber bietet mit der PHP-Funktion mail() die Möglichkeit, E-Mails direkt aus dem Backend heraus zu versenden. Dies mag ein Plugin auf dem ersten Blick überflüssig machen. Doch zahlreiche Webhosting-Anbieter haben diese mail() Funktion bewusst deaktiviert.

Durch die weite Verbreitung ist WordPress ebenfalls bei Hackern beliebt. Da WordPress ein CMS ist, bei dem der Webseitenbesitzer viel Eigenpflege betreiben muss, ist die Gefahr hoch, dass es bei Kontaktformularen etc. zu Sicherheitslücken kommt, die Hacker schnell für sich nutzen und Spam-Nachrichten verschicken. Mit der Deaktivierung dieser PHP-Funktion versuchen sich die Hoster davor zu schützen.

Keine E-Mails zu versenden, ist auch keine befriedigende Lösung. Um E-Mails versenden zu können, stellen Hoster deshalb SMTP zur Verfügung. Mit Hilfe eines speziellen E-Mail-Plugins wie WP-Mail-SMTP, Mailpoet oder The Newsletter Plugin wird diese intern von WordPress genutzte Funktion rekonstruiert. Nachrichten werden nun mittels SMTP und Standard WordPress-Funktionalität versendet. Problem gelöst? Noch nicht ganz.

Zu welchem Plugin solltest du greifen?

Eines der wichtigsten Kriterien für erfolgreiche E-Mail-Marketing-Kampagnen ist die Zustellbarkeit und hier haben CMS Nachteile. Der E-Mail-Versand ist von PHP und dem WordPress-E-Mail-System abhängig. Viele Nachrichten, die direkt aus WordPress versendet werden, werden aussortiert oder landen im Spamordner des Empfängers. Warum ist das so?

Einer der Gründe für die eher bescheidene Zustellbarkeit liegt darin, dass du deine E-Mails meist über deinen Hoster (1&1, all inkl. Strato etc.) versendest. Je nach gebuchtem Paket nutzt du die gleiche IP-Adresse wie viele andere Webseiten. Bei diesen Shared-IPs gilt das Prinzip “Mit gefangen mit gehangen”. Sofern eine oder mehrere dieser Webseiten Spam-E-Mails versenden, ist die Gefahr hoch, dass deine von E-Mail-Clients wie Gmail, Outlook, Yahoo, GMX und Co. ebenfalls als Spam eingestuft wird.

Hinzu kommt, dass diese Anbieter aus Sicherheitsgründen nur eine gewisse Stückzahl zulassen (meist unter 100 Empfänger). Planst du eine größere Anzahl an E-Mails zu versenden, entstehen Warteschleifen, die ggf. zu Verzögerungen oder Fehlern führen. Im schlimmsten Fall wird deine E-Mail gar nicht versendet.

Auch verfügen diese nur über begrenzte Funktionalitäten. Neben einer eher übersichtlichen E-Mail-Statistik, fehlen in der Regel wichtige Funktionen wie A/B Testing, Echtzeitüberwachung und mehr. Selbst bei kostenpflichtigen Plugins sind sie Möglichkeiten der E-Mail-Kampagnenoptimierung eher begrenzt.

Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass du diese ausschließlich innerhalb von WordPress nutzen kannst. Solltest du irgendwann vorhaben das CMS zu wechseln, hast du ein Problem.

E-Mail Plugin ist nicht gleich E-Mail Plugin

Es existieren eine Vielzahl von diesen kleinen Helfern am Markt, die die Erstellung, den Versand und die Analyse deiner E-Mail Marketing Kampagnen bewerkstelligen. Neben den oben genannten Beispielen haben zahlreiche E-Mail Service Provider die Bedeutung einer direkten CMS Einbindung erkannt und eigene WordPress Plugins kreiert.

Die eben genannten Fakten sind wichtige Gründe, warum du lieber zu einem Plugin eines externen E-Mail-Anbieters wie Mailjetzurückgreifen solltest. Nicht nur versendest du mit deren SMTP-Relay. Auch haben diese ein großes Interesse daran, keine Sicherheitslücken zuzulassen und halten Plugins up-to-date.

Was muss ein E-Mail Plugin genau leisten?

Damit sich die Nutzung eines Plugins von einem E-Mail-Service-Provider lohnt, macht es Sinn, dass gewisse Funktionalitäten vorliegen, darunter:

  • Erstellung und Versand aller E-Mails, ob Marketing oder transaktionale E-Mails direkt aus WordPress, idealerweise mit einem Drag & Drop Editor.
  • Erstellung und Synchronisierung von Kontaktlisten mit personalisierten Variablen
  • Echtzeitanalysen über Öffnungsraten, Klickraten, Geografie, Durchschnitts-Klickzeit etc.
  • Möglichkeit der Einbindung einesNewsletter Anmelde Widget, dass die Newsletter Anmeldungen etc. vereinfacht.
  • Speicherung der Daten nicht im WordPress System, sondern direkt beim E-Mail Anbieter.

Schauen wir uns die einzelnen Funktionen im Folgenden näher an.

Erstellung professioneller E-Mail Kampagnen

Professionelle Newsletter und andere E-Mails direkt im WordPress-Backend zu erstellen, idealerweise via Drag-and-Drop, gehört zu den wichtigsten Funktionen, die ein gutes E-Mail-WordPress-Plugin mitbringt. Entscheidend ist, dass dir die gleichen Funktionen zur Verfügung stehen wie im Backend des E-Mail-Anbieters deiner Wahl. Was nutzt dir die Erstellung von Kampagnen, wenn du nicht auf alle Werkzeuge (Einfügen von Text, Bilder, Buttons, Variablen etc.) zurückgreifen kannst? Genau, nicht viel.

WordPress E-Mail Plugin Kampagnen erstellen

Erstellung und Synchronisierung der Kontaktlisten

Neben der E-Mail Erstellung gehört das Pflegen inklusive automatischer Synchronisierung aller Kontaktlisteebenfalls zum Grundrepertoir eines professionellen E-Mail Plugins. Hierzu gehört auch die Segmentierung, um deine Kunden und E-Mail Empfänger noch gezielter und individueller anzusprechen.

WordPress E-Mail Plugin Kontaktliste anlegen und verwalten

Echtzeitanalysen

Um die Performance der versendeten E-Mail Kampagnen ausreichend zu analysieren, ermöglichen gute Plugins vollwertige Analysen. Kunden erwarten heutzutage eine persönliche und zeitnahe Kommunikation. Sofern du nicht in der Lage bist, deine Kampagnen inklusive Öffnungsraten und Klickraten in Echtzeit zu überwachen, bietet solch ein Plugin wenig Nutzen. Je länger deine Kunden und E-Mail Empfänger auf eine Antwort von dir warten müssen, desto höher liegt das verschenkte Potenzial.

WordPress E-Mail Plugin Kampagnenanalyse

Anmelde Widget

Ein Anmelde Widget erleichtert dir die Integration eines E-Mail Anmeldeformulars auf deiner WordPress Seite ohne großen technischen Aufwand. Dies vereinfacht nicht nur die Newsletter-Anmeldung. Du sparst dir auch die Installation eines weiteren Plugins. Bedenke, je mehr Plugins du installierst, desto höher ist die Gefahr, dass sich dein WordPress System verlangsamt. Die Folge: längere Ladezeiten der Seite.

E-Mail Anmeldewidget mit E-Mail WordPress Plugin

Datenspeicherung

Greife auf ein Plugin zurück, bei dem die Daten mit den im Nutzeraccount angelegten Kontaktlisten synchronisiert werden. Sprich Inhalte, Kontaktlisten und Statistiken werden nicht bei WordPress, sondern bei Ihrem E-Mail-Provider gespeichert. Im Grund sollte das Plugin eine Art Abbild des E-Mail-Tools sein, also wie eine Brücke zwischen WordPress und E-Mail-Service-Provider- Backend fungieren.

Nutze ein Plugin von einem europäischen E-Mail Anbieter mit Sitz und Server in der EU. Bei diesem werden alle Daten in der EU gespeichert. In der EU existieren bereits strenge Datenschutzvorschriften, die 2018 sogar noch verschärft werden. Solange ein neues Datenschutzabkommen mit den USA nicht ausgehandelt ist, läufst du ab kommendem Jahr Gefahr, bei der Nutzung von amerikanischen Tools wie Mailchimp, Getresponse, Aweber und Co. abgemahnt zu werden.

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Kleine Petze: Welches WordPress-Theme ist das?

Durch das WordPress-Theme-Verzeichnis zu blättern ist zwar schön und gut. Wirklich interessante Themes finden wir aber eher in freier Wildbahn. Nur leider lässt sich häufig nicht auf einfache Weise erkennen, welches Setup hinter der schicken Optik steht. Eine schlichte Web-App ändert das.

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Videotraining: WordPress für Anfänger

Eigentlich lautet die korrekte Bezeichnung des Videotrainings „WordPress für Einsteiger und Autoren”. Das finde ich aber nicht aussagekräftig genug. Deshalb habe ich mir das Training für dich mal genauer angesehen.

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Das beste WordPress-Hosting: Shared, vServer, Cloud oder Managed?

Wer eine eigene WordPress-Website haben möchte, auf die er zu 100 Prozent Einfluss nehmen kann, benötigt ein WordPress-Hosting. Doch es gibt so viele Möglichkeiten, welche soll man wählen? Dazu kommt, dass du in jedem Bereich wirklich gute Lösungen bekommen kannst.

Jede dieser Lösungen hat seine Vor- und Nachteile. Wir leiten dich heute durch den Dschungel des Webhosting für WordPress.

Das beste WordPress Hosting: so findest du es

WordPress funktioniert so ziemlich mit allen Optionen, die dir Hosting bieten kann. Im Grunde genommen ist es also eine Entscheidung, die du mit einer Prognose für die Zukunft treffen musst.

Natürlich wird eine Website auf einem guten Dedicated Server immer voraussichtlich am schnellsten ausgeliefert werden, doch so einen Server muss man auch administrieren können.

Dazu kommt noch der geplante Einsatzbereich der Website. Wird es ein persönlicher Blog, oder doch eher ein sehr umfangreicher Online-Shop, der, mit einem eigenen Werbeetat beworben, sehr viele Besucher anlocken wird.

Daher stelle dir zuerst einmal die Frage: Was genau will ich für eine Website haben und wie viele Besucher werde ich in der Anfangszeit erwarten? Wenn du das getan hast, dann erwarten dich die folgenden Möglichkeiten, aus denen du auswählen kannst:

1 – Shared-Hosting: für Einsteiger

shared-hosting

Bei einem sogenannten Shared-Hosting teilst du dir mit sehr vielen anderen Kunden einen Server.

Das muss nicht schlecht sein. Für Anfänger und Websites, die nicht so viel Besucherverkehr erwarten, kann dies eine gute Lösung sein. Shared-Hosting ist sehr preisgünstig und bei manchen Anbietern auch gut ausgestattet.

Wenn du nur einen persönlichen Blog haben möchtest, oder vielleicht eine Website für deine Hochzeit dein eigen nennen magst, dann funktioniert Shared-Hosting sehr gut für dich. Allerdings kann es auch knallharte Nachteile haben.

Pro:

Sehr günstig. Bereits ab ungefähr 5,99 Euro monatlich bekommt man ein brauchbares Paket mit SSD und PHP7. 96 MB PHP Memory Limit und zwei Domains sind ebenfalls inklusive.

Du musst dich nicht um die Sicherheit des Servers kümmern, und die meisten Dinge, die du benötigst, sind bereits installiert. Solltest du einmal Probleme haben, kannst du dich an den Support des Hosters wenden.

Kontra:

Auf manchen Shared-Hosting-Servern teilen sich Hunderte die Ressourcen des Servers. Wenn eine der anderen Websites angegriffen wird oder sehr viel Traffic bekommt, geht auch deine Website mit in die Knie. Denn wenn eine Website mehr Ressourcen verbraucht, als einkalkuliert, haben die anderen darunter zu leiden.

Zudem gibt es nur sehr wenige, wirklich gute Hoster, die für die Geschwindigkeit und die Sicherheit aller Websites auf dem Shared-Server sorgen. Dein Zugriff auf Ressourcen und Einstellungen ist ebenfalls sehr beschränkt.

  • Empfehlenswert für: Einsteiger und Projekte mit kleinem Budget
  • Bis wie viel Traffic: Nach eigener Erfahrung steckt ein gutes Shared-Hosting auch mal 20.000 Besucher monatlich weg.

2 – Ein vServer: für Fortgeschrittene

vserver-hosting

Sogenannte vServer sind virtuelle Server. Das bedeutet nicht anderes als dass es sich um ein stark aufgebohrtes Shared-Hosting handelt. Du teilst dir immer noch mit anderen Sites einen Server, nur sind es bei einem vServer bedeutend weniger.

Ein echter, physikalischer Server wird mittels Software in einige virtuelle Server eingeteilt. Da diese virtuellen Server durch die Software voneinander getrennt ist, hast du einen Bereich mit dir zugesicherten Ressourcen, die du keinesfalls mit anderen teilen musst.

In diesem Bereich findest du gleich zwei Arten von Servern: einen sogenannten Managed-vServer und einen »normalen«, Unmanaged-vServer. Die Managed-Variante wird vom Hoster verwaltet und abgesichert. Zudem stellt dir der Hoster alle Tools zur Verfügung, die du zur Erstellung und Verwaltung deiner Website(s) benötigst.

Ein vernünftiger vServer kann schon einiges an Traffic wegstecken. Wenn deine Website größer wird und du einige tausend Besucher monatlich erwartest, dann ist ein vServer die richtige Wahl für Dich. Auch eigene Skripte kannst du mit einem virtuellen Server ausführen.

Pro:

Du bekommst ein deutlich größeres Stück vom Kuchen und hast zugesicherte Ressourcen. Deine Website wird nicht mehr darunter leiden, wenn andere Websites angegriffen werden oder sehr viel Traffic bekommen. Bei einer Managed-Variante sorgt dein Hoster für die Sicherheit des Servers und stellt dir alle Mittel zur Verwaltung deines Servers zur Verfügung.

Zudem hast du deutlich mehr Einstellungsmöglichkeiten und kannst daher bestimmen, wie die wichtigen Parameter des Servers aussehen sollen. Php-Version, das wichtige Php-Memory-Limit und viele andere Dinge kannst du nun individuell einstellen.

Kontra:

Wenn du nicht die teurere Managed-Variante gewählt hast, dann bist du selbst für die Sicherheit und die Software zur Verwaltung und Erstellung einer Website und der Server-Einstellungen verantwortlich. Wenn du keine Ahnung von Servern und ihrer Verwaltung hast, wäre ein vServer eine schlechte Wahl. Zudem hat ein Unmanaged-Server kaum Zugriff auf einen guten Support vom Hoster.

  • Preis: Ein brauchbarer vServer ist für ungefähr 18.- Euro monatlich zu bekommen.
  • Empfehlenswert für: Fortgeschrittene und Server-Profis. Wer nichts von Servern versteht, sollte definitiv einen Managed vServer wählen und lieber mehr Geld ausgeben.
  • Bis wie viel Traffic: Steckt nach eigener Erfahrung auch locker 100.000 Besucher monatlich weg, wenn eine vernünftige Variante gewählt wird

3 – Managed-Root Cloud Server: für Vorausschauende

managed-root-cloud

Ein Managed-Root Cloud Server ist eine intelligente Sache und zudem zukunftssicher. Im Grunde genommen ist es ebenfalls ein vServer, allerdings mit einigen wirklich greifbaren Vorteilen. Erstens ist er gemanaged und wird mit Support angeboten, zweitens sind die zugesicherten Ressourcen nicht statisch.

Sollte ein normaler vServer nicht mehr ausreichen, muss man ein anderes Produkt wählen und vielleicht wesentlich mehr Geld in die Hand nehmen, als eventuell nötig. Zudem steht dann ein Umzug der Website ins Haus.

Bei dieser Variante des vServers bekommt man bestimmte Ressourcen zugesichert, die immer da sind. Kommt man jedoch mit diesen Ressourcen nicht mehr aus, kann man ganz einfach in der Serververwaltung die Eckdaten abändern. Mehr Ram, mehr CPU-Power oder eine größere SSD? Kein Problem, ist in Sekunden erledigt.

Bezahlen muss man nur das, was man auch benötigt. Braucht man mehr, wird es selbstverständlich teurer. Doch man kann sich ganz easy soviel Power zuweisen, wie man benötigt. Das kann zum Beispiel wichtig sein, wenn einmal kurzfristig viel mehr Besucherstrom kommt als zu normalen Zeiten.

Kurz die Ressourcen hochdrehen und gut. Geht der Besucherstrom zurück, kann man die Leistung wieder zurückschrauben. Bezahlt wird sekundengenau.

Pro:

Ein geringer Preis ermöglicht einen leichten Einstieg. Das Produkt ist voll skalierbar und passt sich deinen Anforderungen an. Um die Sicherheit musst du dich nicht sorgen, das erledigt der Hoster für dich. Abgerechnet wird sekundengenau, so sind die monatlichen Kosten gut kalkulierbar. Ein Auto-Installer sorgt für die schnelle Installation der bekanntesten Content Management Systeme.

Kontra:

Wenn beständig sehr hoher Traffic auf der Website ist, lohnt sich das Preisgefüge nicht mehr. Hier muss dann genau verglichen werden, ob man preislich und vor allem auch mit der Leistung nicht auf einen Dedicated-Server wechseln sollte.

  • Preis: Ab 0,02 Euro die Stunde oder 14,40 Euro im Monat. Bei Erhöhung der Ressourcen natürlich mehr.
  • Empfehlenswert für: Vorausschauende Menschen, die sich nicht groß um die Server-Administration kümmern können oder wollen. Bis zu einem gewissen Grad ist diese Variante zukunftssicher.
  • Bis wie viel Traffic: Auch in der kleinsten Variante steckt der Managed-Root Cloud Server locker mehr als 100.000 Besucher monatlich weg. Eine halbe Million sollte mit Erhöhung der Ressourcen preislich akzeptabel machbar sein.

4 – Managed WordPress Hosting: Um nichts kümmern müssen

managed-wp-hosting

Diese interessante, jedoch nicht so günstige Möglichkeit wird schnell übersehen, deshalb stelle ich sie hier kurz vor. Managed-WordPress-Hosting bedeutet ebenfalls ein Hosting auf einem vServer, allerdings einem sehr kleinen. Gerade einmal eine Website kann auf dieser Variante gehostet werden. Dafür jedoch musst du dich um überhaupt nichts kümmern.

Selbst der Umzug deiner Website wird vom Service-Team gemacht. Sie sichern deinen kleinen vServer ab, sichern deine WordPress-Core-Dateien und sorgen sogar dafür, dass dein WordPress immer die neuesten Updates bekommt. Auf Wunsch werden sogar deine Plugins und die Themes auf den neuesten Stand gehalten.

Auch um das schnelle Ausliefern deiner Website musst du dich nicht bemühen, denn selbst diese Dinge erledigen die Techniker des Hosters für dich. Du musst dich nur und ausschließlich um die Inhalte deiner Website kümmern.

Pro:

Dir wird wirklich alles abgenommen, du musst dich um nichts mehr kümmern. Absolutes Wohlfühl-Hosting. Zudem setzt der mir bekannte deutsche Anbieter Raidboxes auf SSDs, HTTP2, PHP7, nginx statt Apache und serverseitiges Caching. Das sorgt für wirklich rasant schnelle Websites.

Kontra:

Es kann nur eine einzige Website gehostet werden, jede weitere kostet dich noch mal die gleiche Summe. Du kannst nichts beeinflussen, musst alles so hinnehmen, wie man es dir vorsetzt.

  • Preis: Bei einem brauchbaren Paket ab 17,85 Euro im Monat inklusive MwSt.
  • Empfehlenswert für: Menschen, die sich um nichts kümmern wollen und trotzdem eine schnelle Website haben möchten.
  • Bis wie viel Traffic: Hier liegen mir keine Erfahrungswerte vor. Bei Interesse wende dich bitte an den Support von Raidboxes.

5 – Ein eigener Dedicated Server: für die Profis

dedicated-server

Hier kommen wir in den professionellen Bereich. Ein Dedicated Server ist etwas, was du anfassen kannst. Ein eigenes, vollwertiges Gerät, dass du mit niemandem teilen musst. Dies ist deine Wahl, wenn deine Website einen wirklich sehr hohen Besucherstrom im Monat bekommt und Page-Views hat, dass anderen die Augen tränen vor Neid.

Allerdings bist du vollständig für die Sicherheit, die Einrichtung, das Betriebssystem und das Tuning zuständig. Wenn Du kein Server-Profi bist, dann ist diese Wahl nichts für dich. Zudem muss die Wahl eines eigenen Servers gut bedacht sein, denn in der Regel muss man mit den vorhandenen Ressourcen leben und kann nicht einfach aufstocken. Server gibt es in jeder Leistungsklasse, daher sollte man sich vorher gut informieren und vergleichen, was wirklich geboten wird.

Wichtig zu wissen ist ebenfalls, ob man für den Preis, den man zahlt, auch Anspruch auf einen gewissen Support hat.

Pro:

Du bekommst ein eigenes Gerät und musst die Leistung nicht mit anderen teilen. Du kannst jedes Betriebssystem deiner Wahl installieren und jede Variante von zusätzlicher Software. Du kannst zum Beispiel nginx statt Apache nutzen, oder HTTP2 installieren. Die neueste PHP-Version ist kein Thema, denn du kannst jedes kleine Detail beeinflussen. Websites auf einem guten Server rennen gewöhnlich und haben genug Power für sehr viel Traffic.

Kontra:

Du bist für alles selbst verantwortlich und musst dich wirklich kümmern. Du musst den Server komplett selbst administrieren mit allem, was dazugehört. Betriebssystem, Verwaltungsoberfläche, Sicherheit, Tuning, zusätzliche Software – all das musst du bereitstellen und auf dem neuesten Stand halten. Tust du es nicht, machst du deinen Server angreifbar.

  • Preis: Ein brauchbarer Server mit Zukunftssicherheit kostet ab 130 Euro im Monat.
  • Empfehlenswert für: Wenn du Linux sprichst und Konsole denkst, dann ist diese Wahl für dich richtig. Auch für Reseller und Agenturen, die ihre Kunden-Websites selbst hosten wollen, wäre dies eine gute Wahl.
  • Bis wie viel Traffic: Ab 300.000 Besuchern monatlich. Doch auch ein Dedicated-Server kann nicht unbegrenzt Traffic wegstecken.

Neu und unverbraucht: Spezielles Hosting für WordPress

Savvii - Spezielles Hosting für WordPress

Savvii ist ein niederländischer Anbieter, der sich auf das Hosting für WordPress und Woocommerce Shops spezialisiert hat und relativ neu auf dem deutschen Markt ist. Angeboten werden mehrere Pakete, die von Shared-Hosting bis hin zu VPS-Servern variieren.

Um sich heute im knallharten Wettbewerb unter den Hosting-Anbietern durchsetzen zu können, muss man sich schon etwas einfallen lassen. Genau das hat Savvii getan und aus diesem Grund ergänze ich den Artikel um diese Vorstellung.

Ich will es nicht verschweigen, der Anbieter ist nicht gerade billig. Doch billig in Verbindung mit WordPress ist niemals eine gute Entscheidung.

Savvii Shared Hosting Pakete

Bereits die Shared-Hosting Pakete unterscheiden sich grundlegend von anderen Hosting-Anbietern. Hier geht es nicht um billig, sondern um gut. Du kannst zwar nur eine einzige Website pro Paket hosten, doch dafür bekommst einen entsprechenden Gegenwert:

  • Savvii kümmert sich um WordPress- und Plugin-Updates für dich
  • Deine Website wird täglich auf Malware, Backdoors, Viren und ähnliches gescannt
  • Ein tägliches Backup ist inklusive
  • Es wird ein Varnish Cache für schnelle Ladezeiten genutzt
  • Du bekommst ein kostenloses SSL-Zertifikat mit Let’s Encrypt
  • Eine einfache Migration der Website mittels Plugin erleichtert dir den Umzug

Ab 11 Euro monatlich geht es mit dem Starter-Paket los. Für 29 Euro monatlich bekommst du noch die folgenden Leistungen dazu:

  • Ein kostenloses CDN (Content Delivery Network).
  • Snapshot-Backups – du kannst selbst ein Backup zu einer bestimmten Zeit erstellen und rücksichern
  • Falls deine Website gehackt wurde, ist die Reparatur einmal pro Jahr gratis

Savvii VPN Hosting Pakete

Die VPN Hosting-Pakete bieten neben erhöhter Leistung noch weitere interessante Details. Preislich geht es ab 69 Euro pro Monat für eine Website los. Alle oben genannten Leistungen sind ebenfalls inklusive. Hier die Mehrleistungen der VPN-Pakete:

  • Ein Hosting auf SSD-, anstatt auf HDD-Festplatten
  • 24/7 Notfall Support – Hilfe rund um die Uhr
  • Eine eigene IP-Adresse
  • Ein Caching der Website mit Varnish, Memcached und XCache
  • Serverstandort auswählbar: GB, DE, US, JP
  • Zwei Reparaturen gehackter Websites jährlich kostenfrei

Pro:

Du musst dich genau wie beim Managed WordPress Hosting unter Punkt vier um nichts kümmern. Der Hosting-Anbieter nimmt dir alles ab, die Websites werden sehr schnell ausgeliefert. Zudem musst du die Katze nicht im Sack kaufen, denn du kannst jeden Tarif 30 Tage kostenlos testen.

Optimal ist das Hosting für Menschen, die sich nicht mit Servern auskennen, sondern einfach nur eine Heimat für ihre Website suchen.

Kontra:

In den günstigeren Tarifen ist nur das Hosting einer einzigen Website inkludiert. Wenn du wie ich gleich vier Websites besitzt, dann wird es schnell teuer. Savvii bietet zudem kein Hosting von Domains und E-Mails an, sodass hier noch weitere Kosten auf dich zukommen.

[Gruener-Button url=“https://www.savvii.de/“ text=“Savvii Website aufrufen »“]

Meine Empfehlung für dich

Meine Empfehlung: Der Managed-Root Cloud Server

Ich empfehle dir den Managed-Root Cloud Server. Er ist noch relativ kostengünstig und eine Investition in die Zukunft. Zudem wird die Sicherheit, das Betriebssystem, neue Software und alles andere Wichtige vom Hoster erledigt und bereitgestellt.

Doch mit etwas technischem Verständnis kannst du trotzdem noch vieles selbst erledigen, denn du hast einen vollen Root-Zugriff. Mit SSD, HTTP2 und PHP7 sorgt der Server für echte Website-Power. Noch NGINX dazu installieren und es dürften sich locker Websites realisieren lassen, die im Bereich von 300 Millisekunden laden.

Das war ein kurzer Einblick in das richtige Hosting

Selbstverständlich kann ich bei einem solchen Artikel nicht richtig in die Tiefe gehen, doch die wirklichen Vor- und Nachteile dürften deutlich geworden sein. All meine Erfahrungen aus etwas über zehn Jahren Webhosting sind in diesen Artikel eingeflossen. Alle Traffic-Angaben habe ich aus meiner eigenen Erfahrung gemacht.

Natürlich hört das Hosting nicht mit einem dedizierten Server auf, auch darüber gibt es noch etliche weitere Möglichkeiten wie Managed-Cluster Server. Diese allerdings lohnen sich nur für Websites wie das Smashing Magazine, dass es regelmäßig schaffte, seinen Server zu überfordern. Die ganze Story um das Smashing Magazine kannst du bei Sven Lennartz nachlesen. Dort findest du auch die Geschichte um das Dr. Web Magazin.

Tiefergehende Informationen:

Der Beitrag erschien erstmalig am 9.8.2016 und wird seitdem regelmäßig aktualisiert.

(dpe)

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Wer sucht besser? Google oder WordPress? Ein Erfahrungsbericht.

Immer mehr Websites verwenden Googles Suchmaschine statt der nativen WordPress-Suche. Die Google Suche soll wesentlich besser sein und genauere Suchergebnisse liefern. Doch ist dem wirklich so? Ist die WordPress-Suchfunktion wirklich so schlecht, dass man sie besser ersetzen sollte? Hier kommt mein Erfahrungsbericht.

Googles Suchmaschine vs. WordPress: ein Erfahrungsbericht

Die Google Benutzerdefinierte Suchmaschine gilt als eine hervorragende Alternative zu der nativen WordPress-Funktion, weil sie einfach bessere Ergebnisse liefern soll. Zudem kann man mit ihr auch noch Geld verdienen durch die eingeblendete Werbung.

Das ist das Werbeversprechen des Weltkonzerns Google. Doch wie sieht die Wirklichkeit aus? Sind die Suchergebnisse wirklich genauer und kann man durch die Werbeeinblendungen wirklich Geld verdienen?

Kohle machen durch die Google Suche

Es mag durchaus Websites geben, die den einen oder anderen Euro durch die Werbeblöcke verdienen. Reich wirst du dabei nicht. Ich kenne viele Websites mit durchaus viel Traffic, die kaum einen Cent an der Werbung verdient haben.

Wenn du zufällig der Besitzer einer Website wie dem Smashing Magazine bist, dann ist das vielleicht anders.

Doch selbst mit 300.000 Unique Visitors im Monat wirst du kaum einen Cent damit verdienen. Es lohnt sich einfach nicht. Dr. Web und Noupe haben jahrelang auf die Google Suche vertraut. Nennenswerte Einnahmen sind nicht dabei rüber gekommen. Mittlerweile habe ich beide Websites wieder auf die normale WordPress-Suche umgestellt.

Die Google Suchmaschine für die eigene Website einrichten

Du kannst jederzeit die Google Suche für deinen Blog einrichten und schnell wieder zur normalen Suche zurück, wenn du sie einfach mal ausprobieren möchtest. Ein Test kann ja nicht schaden.

Ich habe ein Tutorial über die Einrichtung der Google Benutzerdefinierten Suchmaschine geschrieben. Gehe einfach nach der Anleitung vor, die Einrichtung dauert nur wenige Minuten.

Hier ein erster Eindruck im Video:

Weitere Informationen: Besser finden: Googles Benutzerdefinierte Suche in WordPress einbauen

Die Suchergebnisse: Google vs. WordPress

Da man wunderbar zwischen den beiden Suchmaschinen wechseln kann, habe ich mir die Mühe gemacht, beide Suchen mit einem Suchbegriff miteinander zu vergleichen. Unter optimalen Umständen gibt es keinerlei Unterschied.

Die Google Suche im Screenshot:

Die Suchergebnisse der Google Suche

Die WordPress Suche im Screenshot:

WordPress Suche

Ich könnte auch ein anderes Suchwort verwenden und die Ergebnisse würden sich nicht großartig unterscheiden. Denn die WordPress-Suche ist durchaus besser als ihr Ruf. Und die Google-Suche liefert nicht unter allen Umständen optimale Ergebnisse.

Die Relevanz ist entscheidend. Ist Google hier besser?

Auf meiner eigenen Website habe ich beide Suchmaschinen ausgiebig getestet. Wichtig für mich ist die Relevanz der Suchergebnisse, die meinen Besuchern angeboten werden. Jeder Mensch, der auf meiner Website etwas sucht, soll auch die gewünschten Informationen finden.

Nur dann kann aus einem zufälligen Besucher vielleicht ein regelmäßiger User meines Blogs werden.

Bisher ist klar, dass beide Suchen gute Ergebnisse liefern. Um zu testen, welche der beiden Funktionen bessere Ergebnisse liefert, habe ich einen Suchbegriff eingegeben, der nur ein einziges Resultat liefern sollte.

Das Ergebnis:

Google im Screenshot:

Die Google Suche im Relevanztest

WordPress im Screenshot:

Die WordPress Suche im Relevanztest

Beide Suchfunktionen haben jeweils das optimale Ergebnis geliefert, gefolgt von völlig nutzlosen weiteren Ergebnissen.

Das Endergebnis des Vergleichs

Ich stufe beide Suchmaschinen als wirklich gut ein. Beide Suchen haben Top-Ergebnisse bei den getesteten Suchwörtern geliefert. Sucht man nach Begriffen, bei denen es viele Suchergebnisse gibt, so liefern beide Suchmaschinen gute und relevante Ergebnisse ab.

Wenn man nach Begriffen sucht, bei denen es nur ein Ergebnis geben kann, so liefern beide Suchfunktionen das korrekte Ergebnis gefolgt von unnützen Beiträgen ab.

Für mich ist die WordPress Suchfunktion trotzdem der Sieger, weil die Suchergebnisse einfach besser aussehen und sich optimal in das Design des Themes einfügen.

Die WordPress Suche etwas verbessern

Das Suchergebnis der WordPress Suche lässt sich durchaus optisch noch etwas verbessern. Wenn der Suchbegriff im Suchergebnis farbig hervorgehoben wird, ist auf einen Blick erkennbar, dass das Ergebnis das gewünschte ist.

Der Besucher erkennt auf einen Blick das gewünschte Ergebnis.
Der Besucher erkennt auf einen Blick das gewünschte Ergebnis durch das Highlighting.

Da wir eine Template-Datei für die Änderungen an der WordPress Suche bearbeiten müssen, solltest du ein Child-Theme anlegen. Dann sind die Änderungen auch nach einem Theme-Update noch vorhanden.

Wichtig: Vor den Arbeiten an den Theme-Dateien immer ein Backup dieser Dateien machen. Zudem solltest du niemals mit dem WordPress-Editor arbeiten, sondern immer die Dateien über einen FTP-Zugang auf deinem Computer direkt ändern. So kannst du schneller fehlerhafte Dateien wieder durch die Originale ersetzen.

So gehts: Dr. Webs Guide zu WordPress Child-Themes

WordPress Suchergebnisse hervorheben: so gehts

Je nach Theme musst du ein oder zwei Dateien anpassen. Um das herausfinden zu können, lade dir die search.php per FTP auf deinen Desktop herunter. Öffne sie mit einem HTML-Editor. Wenn du keinen hast, suche dir einen aus unseren Listen aus.

Die search.php lässt dich erkennen, ob du eine zweite Datei bearbeiten musst und wie sie heißt. Bei mir sind es zwei Dateien.

Die Überschrift der search.php muss mit einem <mark> Element ergänzt werden.

Die search.php bearbeiten

Die zweite Datei ist bei mir die listed-search.php. Bei dir kann das durchaus anders sein, es könnte nur eine Datei für die Darstellung der Suchergebnisse verantwortlich sein.

Ganz oben in die Datei kopierst du den folgenden Code:

Nun ersetzt du in der Überschrift <?php the_title(); ?> gegen <?php echo $titel; ?>. Den Tag <?php the_excerpt(); ?> ersetzt du mit <?php echo $auszug; ?>.

Die beiden WordPress-Tags ersetzen.
Die beiden WordPress-Tags ersetzen.

Lade die Datei oder die Dateien nun wieder mittels FTP in deinen (Child-) Theme-Ordner hinein und du bist fertig. Probiere deine Suche nun aus. Wenn sie farbig hinterlegt ist, ist alles Okay. Wenn nicht, fehlt in deinem Theme-CSS noch die Angabe für das <mark> Element.

Ergänze deine style.css Datei mit dem folgenden CSS, wenn nicht vorhanden:

Nun sollten die Suchergebnisse farbig hinterlegt sein.

Fazit

Die Google Benutzerdefinierte Suchmaschine ist schon gut, doch die WordPress Suchfunktion ist besser als ihr Ruf. Mit einer kleinen Modifikation ist sie sogar besser, weil der User sofort die Relevanz der Ergebnisse sehen kann. Ich werde die Google Suche nicht mehr nutzen.

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Theme Juice: Mit diesem Tool erstellst du schnell lokale WordPress-Sites

Die wenigsten Designer verwenden Github oder ähnliches, sondern entwickeln lokal. Dafür gibt es durchaus erprobte Lösungen, aber mit der neuen Mac-App Theme Juice ist es einfacher.

Theme Juice Landing Page (Screenshot: Dr. Web)
Theme Juice Landing Page (Screenshot: Dr. Web)

Theme Juice erstellt lokale WordPress-Installationen

Theme Juice ist eine Software, die dir das Erstellen und Betreiben lokaler WordPress-Installationen sehr einfach macht. Dabei ist Theme Juice konzeptionell nicht auf WordPress beschränkt, lediglich das Featureset ist insgesamt auf solche Seiten angepasst. Du kannst es aber auch verwenden, um etwa Magento oder Drupal damit zu verwenden.

Aktuell steht Theme Juice nur für Mac-Anwender zur Verfügung. Versionen für Windows und Linux sind angekündigt und sollen “bald” erscheinen. Theme Juice kann kostenlos für 30 Tage ausprobiert werden. Danach kostet es 6 Dollar monatlich oder 49 Dollar jährlich. Im Preis sind natürlich alle Updates, sowie ein flinker Support enthalten.

Im Grunde ist Theme Juice ein Wrapper für etablierte Technologien, wie Vagrant, XCode Command Line Tools und VirtualBox. Nach der Installation wirst du entsprechend darauf hingewiesen, dass es dieser zusätzlichen Komponenten für eine reibungslose Funktionalität bedarf.

Theme Juice: eine virtuelle Maschine wird erstellt. (Screenshot: Dr. Web)
Theme Juice: eine virtuelle Maschine wird erstellt. (Screenshot: Dr. Web)

Handgeschrieben wurde der der WordPress-Installation zugrundeliegende LAMP-Stack, zu dem es natürlich Alternativen gibt, die außerhalb eines kostenpflichtigen Programms funktionieren.

Was Theme Juice überlegenswert macht, ist der Umstand, dass die Software nicht nur eine lauffähige Apache-Umgebung auf deinem Mac installiert, sondern diese Umgebung innerhalb einer virtuellen Maschine unterbringt. So ist die Funktionsfähigkeit deiner Projekte nicht an das Vorhandensein deiner spezifischen Systemkonfiguration gebunden. Vielmehr laufen Theme Juice-Installationen auf jedem AMP-Stack. Falls du die Abkürzung nicht entschlüsseln kannst: A steht für Apache, M für MySQL und P für PHP. Als ersten Buchstaben findest du oft das M für macOS oder das L für Linux.

Theme Juice: das Projekt wird konfiguriert. (Screenshot: Theme Juice)
Theme Juice: das Projekt wird konfiguriert. (Screenshot: Theme Juice)

Dabei installiert Theme Juice nicht bloß eine generische virtuelle Maschine. Vielmehr kannst du exakt festlegen, mit welcher Startkonfiguration du arbeiten willst. So ist es dir möglich, etwa jedes neue Projekt direkt mit einer Standardstruktur, was Plugins, Themes und so weiter betrifft, zu starten. Natürlich gibt es auch dafür bereits andere Lösungen. Wir haben dir hier bei Dr. Web mit WP-Staging bereits eine gute vorgestellt. Allerdings setzt auch diese Lösung eine bereits installierte WordPress-Site voraus.

Theme Juice hingegen ist eine All-in-One-Lösung. Zu Beginn hast du nur ein laufendes OS. Dann installierst du Theme Juice und seine Dependenzen. Jetzt erstellst du ein Projekt und lässt eine virtuelle Maschine dafür generieren. Danach installierst du WordPress. Fertig. Dafür hättest du ohne Theme Juice weit mehr Zeit und weit mehr Knowhow gebraucht. Von daher hat das Tool absolut seine Existenzberechtigung. Da Zeit bekanntlich Geld ist, kannst du durch den Einsatz von Theme Juice sogar deutlich mehr sparen als es dich monatlich kostet.

Theme Juice: Projekt-Dashboard (Screenshot: Theme Juice)
Theme Juice: Projekt-Dashboard (Screenshot: Theme Juice)

Einmal ans Laufen gebracht, verwaltest du deine Projekte weiterhin über das intuitive Dashboard von Theme Juice. So gewährleistet das Tool auch die Verbindung zwischen Entwicklungssite und produktiver Installation. Datenbanken migrierst du etwa per einfachem Klick. Das Deployment erfolgt via SSH. Auch nicht unwichtig: Alle Projekte laufen in der Entwicklungsumgebung standardmäßig mit SSL-Verschlüsselung.

Theme Juice: nicht kostenlos, aber preiswert

So ist letztlich der einzige Wermutstropfen jener, dass Theme Juice nicht kostenlos ist. Allerdings ist es nur ein kleiner, denn mit 49 Dollar im Jahr oder sechs Dollar im Monat (für die Bindungsscheuen) wirst du nicht arm. Ich erwähnte bereits, dass schon bei wenigen Projekten die ersparte Zeit den Kosteneinsatz übersteigt.

Zudem ist es nicht so, dass Theme Juice etwa seinen Dienst quittiert, wenn dein Abozeitraum endet. Du erhältst lediglich keine Updates und keinen Support mehr, kannst aber die Software solange weiter nutzen, wie du willst. Deine Lizenz ist übrigens plattformunabhängig. Wenn du also mit Mac, Windows und Linux arbeitest, so hindert dich deine Lizenz daran nicht. Das allerdings ist erst von Bedeutung, wenn es die App tatsächlich für Windows und Linux gibt.

Mach dir selbst ein Bild. Beachte allerdings, dass du schon zu Beginn des Testzeitraums eine gültige Zahlart hinterlegen musst. Ich mag diese Vorgehensweise generell nicht. Wer von seinem Produkt überzeugt ist, brauchst solche Fußangeln nicht. Vielleicht kommen die Macher von Theme Juice diesbezüglich noch zur Vernunft…

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Tipps, Tricks & Tutorials WordPress

Neuerscheinung: WordPress 4.7 ist die bisher beste Version

Am Nikolaustag 2016 erschien die neueste Version 4.7 des beliebten WordPress CMS. Da ich alle meine Projekte mit WordPress betreibe, installierte ich das Update zunächst auf demjenigen, welches noch am ehesten den Zusammenbruch hätte verkraften können. Doch, es geschah nur gutes.

Wer, wie ich, seit 2005 auf WordPress setzt, der weiß, dass nicht alle Updates in der über zehnjährigen Geschichte in jedem Falle reibungslos verliefen. Mehr als einmal, habe ich mir Seiten aus dem Netz geschossen, bloß weil ich mich traute, ein WordPress-Update einzuspielen. In den ersten Jahren, in denen Automattic dann das automatische Update anbot, habe ich davor zurückgescheut. Erst seit etwa zwei Jahren drücke ich ohne Schweißausbrüche auf „Aktualisieren” im Backend.

Auch wenn die Neuerungen der letzten Jahre durchaus stets ihre Berechtigung hatten, so richtig begeistert haben sie mich nicht. Das mag an meiner inneren Ausrichtung liegen. Ich kann halt mit tiefen Änderungen an Core-Funktionen, die ich nicht mal verstehe, nur wenig anfangen. Gibt es Neuerungen mit Blick auf Design-Features hingegen, bin ich schnell zu begeistern. Und genau das hat die neue Version 4.7, dieses Mal nach der Jazz-Sängerin Sarah „Sassy” Vaughan benannt, geschafft.

Neues Standardtheme und verbesserter Customizer

Es sind die Verbesserungen des Theme Customizers in Kombination mit dem neuen Standardtheme „Twenty Seventeen”, die mich faszinieren. Das neue Theme setzt tatsächlich auch die neue Version voraus und ist nicht abwärtskompatibel zu vorherigen Versionen. Das hat viel damit zu tun, dass es die Neuerungen im Theme Customizer unterstützt und von daher aktuell der beste Ausgangspunkt für eigene Designübungen mit WordPress 4.7 ist. Wenn du dir das Theme in Aktion ansehen willst, surfe rüber zu 2017.wordpress.net.

Needle & Hook: Die offizielle Demo für Twenty Seventeen (Screenshot: Dr. Web)

Wenn du dir die Demo anschaust, fällt dir mit Sicherheit als erstes das Video im Hero-Format als Header auf. Videos im MP4-Format kannst du jetzt bequem über den Customizer als Header definieren. Das ist aber längst nicht alles, denn im Grunde ist der Customizer der neue Dreh- und Angelpunkt für den Aufbau deiner Website und nicht mehr bloß ein kleines Tool für die Anpassung einzelner Elemente.

Mit dem neuen Customizer kannst du Menüs sogar mit Seiten bauen, die es noch gar nicht gibt. Du legst sie aus dem Customizer heraus als leere Dateien an. So musst du deinen Workflow nicht unterbrechen, kannst erstmal in Ruhe dein gewünschtes Navigationsmenü bauen und später zu den Inhalten kommen.

Die Anpassung von Elementen, die über den Customizer nicht änderbar sind, werden nun mittels eines Bereichs für eigenes CSS erledigt. Damit erübrigt sich in vielen Fällen das Anlegen eines Child-Themes, denn das eigene CSS bleibt auch bei einem Theme-Update erhalten. Es wird in einem Custom Post Type namens custom_css gespeichert und bleibt mit dem jeweiligen Theme verknüpft. So verlierst du es auch nicht bei häufigen Themewechseln.

Damit du bei einem neuen Projekt am Design schrauben kannst, bevor du eigene Inhalte hast, können Themes künftig mit Starter-Inhalten geliefert werden, die du dann vor dem Publizieren des Themes entfernst. Überhaupt ist der neue Customizer darauf eingestellt, dich erstmal spielen zu lassen. Sämtliche Änderungen siehst du sofort in der Live-Preview, aber nicht im Frontend. So kannst du experimentieren, solange du willst, sichtbar werden deine Designbemühungen erst, wenn du auf „Publizieren” klickst. Kleine Bearbeitungs-Icons neben den Elementen, die du ändern darfst, führen bei Klick direkt zu den entsprechenden Panels. Damit du deine Änderungen am Layout auch nach längerem Arbeiten nicht verlierst, speichert das System künftig automatisch den Bearbeitungsstand, so, wie es das auch bei Beiträgen tut.

Post Type Templates, PDF-Thumbnails und mehr

Bereits vor einigen Tagen schrieb ich einen kleinen Beitrag zu einer weiteren, sehr nützlichen Änderung in der Version 4.7. Es handelt sich um die Post Type Templates, die die Funktionalität der Page Templates nun auch für Beiträge zur Verfügung stellen. Näheres erfährst du im erwähnten Beitrag.

In der Mediathek erhalten hochgeladene PDF-Dateien künftig ein Thumbnail-Preview, damit sie leichter identifizieren kannst. Dabei wird stets die erste Seite des Dokuments verwendet. Achte also künftig besonders auf das Deckblatt deiner PDFs.

Internationale Multiautorenprojekte, wie etwa unsere Schwester Noupe, werden sich darüber freuen, dass die Backendsprache jetzt auf Benutzerebene eingestellt werden kann. Zur Wahl stehen alle Sprachen, die in WordPress installiert sind. Hier musst du sicherlich nochmal Hand anlegen.

REST-API: Inhalts-Endpunkte bringen das Headless Web näher

Auf den ersten Blick handelt es sich um eine unscheinbare Änderung. Bei genauer Betrachtung jedoch sind die neuen Inhalts-Endpunkte der REST-API ziemlich bedeutsam. Fortan ist es nämlich möglich, von extern auf jedweden Inhalt einer WordPress-Installation zuzugreifen. Damit werden ganz neue Generationen von Apps möglich. Ebenso lassen sich Inhalte in beliebiger Art und Weise in andere Produkte integrieren. Es handelt sich um die ersten Schritte ins Headless Web, einem Web, das keinen Browser mehr benötigt. Wenn dich das Thema näher interessiert, willst du vielleicht meinen Artikel für t3n dazu lesen.

Das waren meine Highlights des neuen WordPress 4.7. Selbstverständlich ist meine Aufzählung nicht annähernd vollständig. Wenn du es ganz genau wissen willst, lies auch den Beitrag im deutschen WordPress-Blog, der sich mit noch mehr Details beschäftigt.

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Tipps, Tricks & Tutorials WordPress

Verschlüsselung wird Pflicht: WordPress forciert HTTPS ab 2017

Matt Mullenweg macht Ernst. Nachdem er seine eigene Blog-Plattform WordPress.com schon vor Monaten mittels Zertifikaten von Let’s Encrypt auf HTTPS, also SSL, umgestellt hat, will er diese Entwicklung in 2017 auch für selbst gehostete Installationen unterstützen.

10 neue WordPress-Themes

SSL auf einer Stufe mit JavaScript und PHP

In einem Beitrag für den offiziellen WordPress-Blog macht Mullenweg deutlich, wo er SSL verortet. Danach ist die Verschlüsselung per HTTPS für ihn die dritte Säule im WordPress-Kernkonstrukt, neben JavaScript und PHP.

Entsprechend will er dafür sorgen, dass WordPress-Installationen dieser Bedeutung Rechnung tragen. Beginnend mit dem Jahr 2017 wird WordPress nur noch solche Hosting-Provider promoten, die SSL-Zertifikate standardmäßig für ihre Produkte aktiviert haben. Das ist aktuell nur bei wenigen der Fall. Ebenso will Mullenweg ab nächstem Jahr solche Provider bevorzugt empfehlen, die die aktuelle PHP-Version 7 für ihre Pakete anbieten.

WordPress-Sicherheit: Die XML-RPC-Schnittstelle abschalten

Im weiteren Verlauf des Jahres wird das WordPress-Team dann evaluieren, welche Features besonders von SSL profitieren würden, etwa die Authentifizierung gegenüber der API. Nachfolgend werden die so erkannten Features nur noch verfügbar sein, wenn SSL im Blog aktiviert ist. Das dürfte schon ein probates Druckmittel werden.

Auch Google macht (noch mehr) Ernst mit SSL

Dazu passend dürfen wir ab Januar 2017, nach Einführung von Chrome 56 erwarten, dass Googles Browser bei unsicherer Formularübertragung von etwa Passwörtern unverblümt darauf hinweisen wird. Direkt am Formularfeld wird Chrome einen Hinweis wie “Not secure” einblenden, was sicherlich viele Verwender deutlicher abschrecken wird als das bisherige unscheinbare Icon zum Thema.

In Kombination der Maßnahmen entsteht ein berechtigter Druck auf Seitenbetreiber, ihre Angebote ebenfalls mit Verschlüsselung zu betreiben. Da SSL ganz generell auch ein Ranking-Faktor ist, solltest du selbst dann über Verschlüsselung nachdenken, wenn du keine sicherheitsrelevanten Datenübertragungen auf deiner Website durchführst.

Wie du schon jetzt ein SSL-Zertifikat für deinen WordPress-Blog oder deine Website einsetzen kannst und wie einfach das mit Let’s Encrypt geht, haben wir in diesem Beitrag erläutert.

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Gute Nachrichten: WordPress 4.7 unterstützt Post Type Templates

Jeder Anwender eines „echten“ CMS weiß, dass es großer Flexibilität in der Darstellung unterschiedlicher Inhalte bedarf und ein starres Inhaltskorsett inakzeptabel ist. Endlich öffnet sich auch WordPress diesem Gedanken und bringt mit Version 4.7 die Unterstützung für Post Type Templates. Klingt unspektakulär, ist es aber nicht.

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Custom Post Types vs. Post Type Templates?

Die Unterstützung für Post Type Templates bedeutet, dass Theme-Entwickler künftig beliebig viele Templates für beliebig viele Post Types mitliefern können. Das ist nicht zu verwechseln mit der, bereits seit längerem bestehenden, Unterstützung für Custom Post Types. Custom Post Types können zwar designerisch auch so gestaltet werden, wie es gewünscht ist, dies aber nur einmal pro Post Type.

Post Type Templates flexibilisieren nun die Optik der Post Types kolossal, ohne den Entwickler dazu zu zwingen, eine unüberschaubare Zahl verschiedener Custom Post Types zu erzeugen. Die Funktionalität entspricht derjenigen der – von Beginn an verfügbaren – Page Templates. Ebenso, wie du bislang bei der Erstellung einer Seite (Page) bereits die Wahl hattest, ein entsprechendes Template auszuwählen, sobald es mehr als eines gab hast du diese Wahl künftig auch bei jedem einzelnen Beitrag (Post).

Insofern ergänzen sich Custom Post Types und Post Type Templates in idealer Weise und sorgen dafür, dass weniger unschöne Workarounds erforderlich werden, um individuelle Designs zu entwerfen.

Post Type Templates: Wozu könnte ich das gebrauchen?

Wer sein WordPress nur zum Bloggen verwendet, hat möglicherweise gerade keine Idee, wozu das neue Feature gut sein sollte. In der Tat dürfte einem Individualblogger schon jetzt, spätestens seit den Custom Post Types, nichts fehlen.

Stell dir aber vor, du bist in einem Teamprojekt involviert oder betreibst deine WordPress-Seite kommerziell. Hier bei Dr. Web könnte ich mir beispielsweise sehr gut vorstellen, Post Type Templates zu verwenden, um Sponsored Posts anders darzustellen als reguläre Beiträge. Ebenso könnte man Gastbeiträge anders designen, um deren Charakter direkt klar zu machen. Bei Sponsored Posts könnte man zum Beispiel themeseitig das Fehlen zusätzlicher Werbeblöcke hinterlegen. Das ginge alles bislang (mit Bordmitteln) nur durch das Verbiegen der Funktionalität der Custom Post Types (oder Plugins oder Eingriffe ins PHP).

Denkt man an Seiten im Kundenauftrag, so bieten sich diese Templates, gekoppelt mit einer ordentlichen Schulung, an, Content-Kontributoren im Kundenunternehmen designerisch an die Hand zu nehmen, um die größten optischen Katastrophen zu vermeiden.

Arbeitest du modernerweise mit Landing Pages für unterschiedliche, aber doch irgendwie gleichartige Produkte, wirst du dich über Post Type Templates ebenso freuen, denn sie bieten dir die Möglichkeit, dein Portfolio so unterschiedlich zu präsentieren, wie du es für angemessen hältst.

Post Type Templates sind eine willkommene Erweiterung der Möglichkeiten im Theme-Design und werden schon bald nicht mehr weg zu denken sein. Die Qualität neuer Themes wird sich künftig auch daran messen lassen müssen, inwieweit Post Type Templates vorgesehen und sauber umgesetzt sind.

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Plugins Tipps, Tricks & Tutorials WordPress

WPDK, das WordPress Development Kit für Plugin-Entwickler

WPDK ist ein relativ neues Entwicklungskit für WordPress und verspricht die leichte Erstellung von einfach zu wartenden Plugins und Themes. Es soll den WordPress-Kernel verbessern und erweitert seine Basisfunktionen und Klassen. WPDK ist komplett objektorientiert und verspricht eine einfache Nutzbarkeit.

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WPDK ist das Akronym von WordPress Development Kit. Es ist ein einfach zu installierendes PHP-Framework, das für die Plugin- und Theme-Entwicklung mit WordPress geschrieben wurde.

Das WPDK – WordPress Development Kit Framework

Plugins und Themes zu entwickeln, ist in der heutigen Zeit keine leichte Aufgabe mehr. Immer komplizierter wird der Code, immer mehr Funktionen müssen implementiert werden. Da kommt ein Entwicklungs-Framework gerade richtig, dass eine leicht zu wartende Code-Basis verspricht.

Durch seine objektorientierte Infrastruktur kapselt WPDK viele Aspekte der Entwicklung eines WordPress-Plugins oder -Themes ein, und führt automatisch Aufgaben durch, die im Allgemeinen immer dem richtigen Ansatz eines Entwicklers vorausgehen sollen.

Der Entwickler soll sich auf seine Idee, und nicht auf die Infrastruktur konzentrieren. Durch die Erweiterung der WordPress-Objekte mit dem WPDKWordPressPlugin-Objekt kann der Entwickler mit einer einfachen Aktion auf eine Reihe von Vorteilen zugreifen.

Weitergehende Informationen:

WPDKWordPressPlugin Class Reference

WPDK – Beispiele der wichtigsten Vorteile für den Entwickler

Viele wichtige Dinge sollen schnell und einfach verfügbar sein, um die Entwicklung von Plugins zu vereinfachen. Einige Beispiele:

  • Die sofortige Verfügbarkeit deiner Plugin-Daten, wie Name, Version und Textdomain.
  • Die sofortige Verfügbarkeit von nützlichen Pfaden im Zusammenhang mit deinem Plugin, wie der Plugin-Ordner, der Plugin-Hauptdateiname und so weiter.
  • Die automatische Erstellung von Hooks zu WordPress Filtern im Zusammenhang mit der Aktivierung, dem Laden und der Deaktivierung des Plugins.
  • Ebenso wird eine klare Unterscheidung zwischen dem nötigen Code für den Adminbereich und das Frontend für WordPress durchgeführt. So kannst du schnell und einfach den Code an der richtigen Stelle einfügen.

Die Lesbarkeit und die Plugin-Performance sollen ebenfalls erhöht werden. Das wäre allein schon eine sehr vorteilhafte Sache. Gerade bei sehr umfangreichen Plugins ist die Lesbarkeit für unterschiedliche Entwickler schon ein echtes Problem.

Die wichtigen Features kurz vorgestellt:

  • Einfachheit
    Deine WordPress-Entwicklung soll, dank der ständig wachsenden WordPress-Objekte, die WPDK  zur Verfügung stellt, einfacher werden: schnelle Generierung einer Plugin-Infrastruktur, Shortcodes Manipulation, Dateisystem, Datetime-Helfer und so weiter.
  • Produktiver
    Die Entwicklung wird produktiver und schneller, weil du aufhören kannst, ständig den gleichen Code für den gleichen Zweck zu schreiben. Grundlegende Infrastrukturen für die Entwicklung von Plugins und Themes für WordPress sind in WPDK eingebettet.
  • Integration
    Das Framework lässt sich in die wichtigsten IDEs (PHPStorm, Eclipse, Netbeans und weitere) integrieren und unterstützt dich mit einer internen Dokumentation im PHPDoc-Format. Ebenfalls wird eine direkte Hilfe inline während der Entwicklung angeboten.
  • Verbesserung
    Die WordPress-UI wird verbessert und sorgt für eine bessere Benutzerfreundlichkeit deiner Kreation. Du kannst schnellere und effizientere Ergebnisse sicherstellen.
  • Pflegbarkeit
    Deine WordPress-Kreationen sollen sich einfacher pflegen lassen, dank der objektorientierten internen Infrastruktur und der MVC-Musterkompatibilität.
  • Schnelligkeit
    Deine WordPress-Kreationen werden dank der WPDK-Autoloading-Technologie um bis zu 50% schneller. Du lässt nur den PHP-Quellcode laden, analysieren und ausführen, der zur Erfüllung der vom Client eingehenden HTTP-Anfrage erforderlich ist. Jeder andere WPDK-PHP-Quellcode, der nicht an der HTTP-Transaktion beteiligt ist, wird einfach nicht geladen, was die Geschwindigkeit beim Laden und Ausführen des Codes drastisch erhöht.

Weiterführende Informationen:

Die komplette Liste der WPDK Features

Die Installation des Framworks und die Voraussetzungen

Vor der Installation kommen die Voraussetzungen, die allerdings mittlerweile fast alle Hoster erfüllen sollten.

  1. Mindestens WordPress-Version 3.4
  2. Mindestens PHP Version 5.2.4
  3. Mindestens MySQL Version 5.0

Danach kommt die Installation, die genau wie eine manuelle Plugin-Installation funktioniert.

  • Download des Frameworks von der offiziellen Github-Seite
  • Entpacken der Datei auf dem Desktop
  • Den Ordner wpdk-production komplett mittels FTP in das Plugin-Verzeichnis von WordPress laden

Das Framework ist nun installiert. Es taucht nicht in der Liste der Plugins auf, weil es nicht aktiviert werden muss.

Das Grundgerüst eines mit WPDK erstellten Plugins:

Hier im Code-Beispiel kannst du sehr gut erkennen, dass ein Plugin mit dem WPDK-Framework gut strukturiert ist. Exemplarisch ist auch die strikte Trennung von Frontend- und Admin-Funktionen. Ebenso existieren Klassen für die Aktivierung und die Deaktivierung des Plugins.

Wichtige Links zu dem WPDK WordPress Development Kit:

Fazit

Der Ansatz einer strikt objektorientierten Entwicklung ist mit Sicherheit sehr gut. Die schnelle Verfügbarkeit von UI-Elementen, die nicht extra definiert werden müssen, ist sehr gut gedacht. Ebenso gefällt mir die Trennung von Code-Blöcken für den Admin- und den Frontend-Bereich eines Plugins.

Ob sich die mit diesem Framework entwickelten Plugins so deutlich positiv von den »normalen« Plugins unterscheiden, die nach den Vorgaben von WordPress entwickelt wurden, bedürfte eingehender Betrachtung. Die Einarbeitung in den Umgang mit WPDK lohnt sich jedoch nur für Entwickler, die täglich mit der Erzeugung von Plugins zu tun haben.

Das Framework wird auch für die Entwicklung von Themes angepriesen. Ob die Arbeit in diesem Bereich mit einem zusätzlichen PHP-Framework vorteilhaft ist, wage ich zu bezweifeln. Die WordPress-Coding-Standards sind hier sicherlich mehr als ausreichend. Es wäre schon ein echter Vorteil, wenn sich die Theme-Entwickler daran halten würden. Das würde der Lesbarkeit und der Performance der entwickelten Themes richtig gut tun.

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Plugins Tipps, Tricks & Tutorials WordPress

Icons für Alle: So nutzt du Font Awesome mit WordPress

Font Awesome ist einer der beliebtesten Iconfonts weltweit. Mittlerweile nutzen über 60 Millionen Websites den Font, um Icons in allen Farben und Varianten darzustellen. Unter diesen 60 Millionen Websites sind unter anderem whitehouse.gov, thebeatles.com und washingtonpost.com zu finden. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du die Icons für deinen Blog nutzen kannst.

Der Dr. Web Font Awesome WordPress Guide

Font Awesome bietet dir zurzeit 634 Icons für alle möglichen Einsatzzwecke. Du kannst zum Beispiel Social-Follow-Icons damit erstellen, wie ich es auf meinem Blog getan habe.

social-follow-icons

Die Vorteile des Icon-Fonts Font Awesome

Ein Icon-Font bietet dir gegenüber verwendeten Grafiken große Vorteile. Die Icons können wunderbar skaliert und daher in jeder gewünschten Größe angezeigt werden. Zudem kannst du sie so farblich anpassen, dass sie die von dir gewünschten Farben haben.

Das kann zum Beispiel für eine Business-Website wichtig sein, wenn es eine Corporate Identity zu befolgen gilt. Die Anpassung erfolgt über CSS. Daher ist alles möglich, was mit CSS realisiert werden kann. Die Größe, die Farben, Text-Shadow und vieles andere ist machbar.

Auf der folgenden Seite kannst du alle 634 Icons in einer Übersicht anschauen.

Font Awesome im eigenen Theme einsetzen, so gehts

Du hast gleich zwei Optionen, wie du den Font in deinem Theme einsetzen kannst. Ich stelle sie dir nach und nach vor. Hierbei kommt es auch darauf an, ob du ein Freund von Plugins oder Handarbeit bist. Für beide Vorlieben findest du die richtige Methode in diesem Beitrag.

1 – Die Handarbeit. Wir verlinken nur die CSS-Datei

Bevor du die Icons einsetzen kannst, benötigst du das CSS für den Icon-Font. Der CDN-Dienstleister KeyCDN hat den Font auf seinen Servern gehostet. So reicht eine einfache Verlinkung der Datei im Header deiner Website. Das erledigt ein kleines Code-Schnipselchen, dass du in die functions.php deines Themes kopieren musst.

Du kannst zwischen zwei Methoden auswählen. Code Nummer eins verlinkt die CSS-Datei im Header deines Blogs. Code zwei ist ideal, wenn du deine Website auf Speed optimieren möchtest. Die Datei wird dann in den Footer geladen.

Nun kannst du die Icons bereits einsetzen. Du hast zwei Möglichkeiten für den händischen Einsatz. Möglichkeit Nummer eins ist der <i> Tag, den uns Font Awesome für jedes Icons zur Verfügung stellt. Du kannst dir eine Menge Beispiele auf der »Examples«-Seite anschauen.

So einfach passt du die Größe der Icons an.
So einfach passt du die Größe der Icons an.

Du bist jedoch nicht an den <i> Tag gebunden, sondern kannst die Icons auch im CSS definieren und einsetzen. Das ist sehr nützlich in Bereichen, die kein zusätzliches Markup vertragen. Less und Sass werden übrigens ebenso unterstützt wie reines CSS.

Wenn du ein Icon auf der Übersichtsseite von Font Awesome anklickst, kommst du auf die Seite, wo der spezielle <i> Tag angezeigt wird. Oberhalb davon steht auch der sogenannte Unicode, den du für den Einsatz in der CSS-Datei benötigst.

Ein Teil meines CSS für die Social-Follow-Buttons (Screenshot oben) sieht folgendermaßen aus:

Hier findest du den Unicode:

font-awesome-unicode

Den Icon-Font im WordPress-Editor einsetzen

Natürlich kannst du die schicken Icons auch direkt im WordPress-Editor nutzen, wenn du deine Beiträge schreibst. Dazu musst du nur kurz in den Text-Bereich gehen und den betreffenden <i> Tag dort einfügen, wo er erscheinen soll.

Gehe auf die Übersichtsseite von Font Awesome, such dir ein Icon aus und klicke darauf. Auf der nächsten Seite findest du den richtigen Tag für das Icon.

Vielleicht in dieser Überschrift?

font-awesome-einsatz

2 – Alles Easy. Wir nutzen das Plugin »Better Font Awesome«

better-font-awesome

  • Entwickler: Mickey Kay
  • Wird ständig weiter entwickelt: Ja
  • Letzte Version vom: 01.06.2016
  • Kosten: kostenfrei über WordPress.org
  • Lizenz: GNU GENERAL PUBLIC LICENSE
  • Wechselwirkungen mit anderen Plugins: nicht bekannt
  • Entwickler-Homepage: Nicht bekannt
  • Download von WordPress.org

Der Einsatz dieses Plugins wird deinen Blog nicht großartig verlangsamen, denn die benötigte CSS-Datei wird vom jsDelivr CDN geladen. Das Plugin ist hervorragend geeignet für Einsteiger in WordPress, da es keine Programmier-Kenntnisse verlangt.

Der Einsatz der einzelnen Icons ist mit diesem Plugin sehr einfach. Es bieten sich dir gleich drei Möglichkeiten, die Icons zu benutzen.

Nummer 1: Direkt im Editor von WordPress mit einem komfortablen Generator.

screenshot-1

Nummer 2: Der Einsatz von Shortcodes

[icon name="flag" class="2x spin border"]

Nummer 3: Der bekannte HTML-Tag

<i class="fa fa-check-square-o" aria-hidden="true"></i>

Die Einstellungen des Plugins:

Die Einstellungen findest du unter »Einstellungen => Better Font Awesome«.

Die Einstellungen von Better Font Awesome

Hier kannst du auswählen, welche Version von Font Awesome du nutzen möchtest. Empfehlenswert ist immer die neueste Version – zurzeit ist das Version 4.6.3. Die zweite Option sorgt für eine komprimierte CSS-Datei, die schneller lädt. Das solltest du anhaken.

Die dritte Option sorgt dafür, dass andere Font Awesome Dateien, die von anderen Plugins genutzt werden, von „Better Font Awesome“ entfernt werden. Auch das solltest du anhaken, den eine Version der Datei reicht vollkommen aus.

Der vierte Bereich in den Einstellungen ist eine Hilfe für dich, wenn du den Shortcode oder den HTML-Tag einsetzen möchtest.

Aber es gibt da noch die JavaScript-Version

Richtig. Die gibt es. Unter dem Menüpunkt »Get started« kannst du deine E-Mail-Adresse eintragen und dir einen JavaScript-Code zuschicken lassen, der den Icon-Font immer aktuell hält.

font-awesome-install

Allerdings hat dieser Code einen enormen Nachteil. Auch wenn du nach einer Registrierung dafür sorgen kannst, dass der Code asyncron ausgeliefert wird, so lädt er doch recht langsam. Ich habe es direkt für diesen Beitrag ausprobiert und war nicht überzeugt. Meine Website wurde um 400 Millisekunden langsamer als mit der verlinkten CSS-Datei.

Ich kann diese Variante daher nicht empfehlen.

Fazit

Nun hast du gleich zwei Möglichkeiten kennengelernt, um die schicken Icons von Font Awesome nutzen zu können. Ob dir nun die manuelle Version oder der Einsatz eines Plugins besser gefällt, musst du selbst entscheiden. Zu empfehlen sind beide Varianten – mit Ausnahme der JavaScript-Version.

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WordPress: So bohrst du den visuellen Editor mit eigenen Formaten auf

Du möchtest gern eigene Formate im visuellen Schreib-Editor von WordPress nutzen? Gut, denn eigene Styles hinzuzufügen, verschafft dir viele Vorteile. Du kannst so deine eigenen Elemente verwenden, ohne in den Textmodus wechseln zu müssen. Daher zeigen wir dir in diesem Beitrag, wie du den Editor mit deinen eigenen Formaten ergänzen kannst.

WordPress: Den visuellen Editor tunen und eigene Styles verwenden

Der visuelle Editor von WordPress ist eine feine Sache. Die wichtigsten Formatierungen hast du nur einen Mausklick entfernt. Du kannst deine Artikel mit Elementen anreichern und strukturieren. Allerdings wäre es schön, wenn der Editor noch einige Funktionen mehr hätte.

Sicher gibt es viele Plugins auf dem Markt, die den Editor mit Shortcodes ergänzen. Doch brauchst du die wirklich alle? Oder reichen einige wenige Elemente, wie zum Beispiel schicke Buttons, nicht vollkommen aus? Das würde deine Website nicht unnötig verlangsamen.

Natürlich kannst du auch heute schon jederzeit in den Textmodus wechseln, um deine Formatierungen hinzuzufügen. Doch benutzerfreundlich geht anders.

WordPress: eigene Styles zum visuellen Editor ohne Plugin hinzufügen

Eigene Styles zu nutzen heißt auch, dass wir WordPress-Dateien anfassen müssen. Der zusätzliche Code, den wir gleich erstellen werden, kommt entweder in die functions.php des aktiven Themes oder in ein eigenes Plugin. Ich empfehle dir letzteres.

1 – Wir erstellen einen eigenen Menüpunkt im Editor

Der folgende Code erstellt ein zusätzliches Dropdown-Menü im visuellen Editor. Das Menü wird dir die Möglichkeit geben, deine eigenes Styles auswählen und nutzen zu können.

2 – Die Optionen erstellen, die gewählt werden können

Jetzt müssen wir noch die Optionen erstellen, die wir dem gerade erstellten Dropdown-Menü hinzufügen wollen. Danach wirst du in der Lage sein, diese Formate zu nutzen. Für dieses Tutorial wählen wir drei Buttons aus, die wir im Anschluss nutzen können.

3 – Das nötige CSS für die Buttons erstellen

Die Buttons sind bereits jetzt nutzbar. Du kannst es ausprobieren, indem du einen neuen Artikel erstellst und dann die neue Funktion nutzt. Allerdings sehen die Buttons noch nicht nach Buttons aus, dazu bedarf es noch etwas CSS.

Kopiere das CSS in dein Style.css deines Themes hinein, oder erstelle ein eigenes Stylesheet dafür.

4 – Wir brauchen noch ein CSS für den Editor

Damit wir die Buttons auch korrekt formatiert im visuellen Editor sehen können, brauchen wir ein editor-style.css.

Du findest die Datei meistens im Root-Verzeichnis deines Themes oder in einem Ordner namens CSS. Wenn noch keines vorhanden ist, dann wäre es empfehlenswert, wenn du jetzt eines anlegst. Das ist nicht weiter schwer. Erstelle einfach mit einem HTML-Editor eine leere CSS-Datei namens editor-style.css.

Kopiere nun das CSS von Punkt drei in das neue Stylesheet und speichere es ab. Verschiebe es in das Hauptverzeichnis deines Themes hinein. Nun benötigst du noch eine kleine PHP-Funktion, die das neue Stylesheet für deinen Editor aufruft.

Dr. Web: Die 9 besten kostenlosen HTML-Editoren für Webentwickler (Windows-Edition)

Das Endergebnis: unsere neuen Buttons

Die neuen Buttons sind jetzt sehr leicht zu nutzen und nur noch einen Mausklick entfernt, wenn du einen neuen Artikel schreibst.

Im Tiny MCE Editor sehen die Buttons nun hübsch formatiert aus:

Die neuen Buttons im Editor von WordPress

Innerhalb eines Artikels verwendet bietet sich uns das gleiche Bild.

buttons-im-artikel

Wie Du die neuen Buttons nutzen kannst

Da wir die Buttons mit recht einfachen Methoden erstellt haben, kannst du nicht auf einen komfortablen Generator zurückgreifen. Trotzdem geht die Nutzung der Buttons relativ einfach. Du schreibst einfach den Button-Text in den Editor, markierst den Text und gehst dann in den neuen Menüpunkt »Formate«. Such dir den Button deiner Wahl aus.

Jetzt hast du einen farbigen Button erzeugt. Für einen Link markierst du den Button-Text erneut und fügst den Link ein.

Andere Elemente hinzufügen – leicht gemacht

Du kannst jederzeit andere Elemente hinzufügen. Vielleicht nutzt Du genau wie ich den Code-Tag öfter? Oder du möchtest eine farbige Box für hervorgehobenen Text erstellen? Kein Problem, der Screenshot zeigt dir, was du im PHP-Code von Punkt zwei verändern musst.

So einfach kannst du eigene Styles hinzufügen
So einfach kannst du eigene Styles hinzufügen

Du musst nur darauf achten, dass du das komplette Array kopierst und unter ein bestehendes setzt. Ich habe dir im Screenshot markiert, wo das Array anfängt und wo es aufhört. Die grünen Klammern markieren den Bereich.

Ein Plugin für diesen Job nutzen

Natürlich kannst du auch ein Plugin nutzen, wenn du sehr viel mit eigenen Styles arbeitest. Wir hatten bereits eines der interessantesten Plugins für eigene Styles und Shortcodes vorgestellt. Auch Entwickler werden mit dieser Erweiterung sehr glücklich, denn es gibt kaum etwas, was man nicht erstellen und verwenden könnte.

Dr. Web: Post Snippets für WordPress – dieses Plugin musst Du haben!

Fazit

Mit einfachen Mitteln und ohne unser WordPress durch ein aufgeblähtes Plugin zu verlangsamen, haben wir eine tolle Möglichkeit gefunden, eigene Formate im Editor von WordPress komfortabel nutzen zu können. Schreib mir gern in die Kommentare, was Du mit meiner Methode realisiert hast.

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Schritt für Schritt zum eigenen WordPress-Blog

Bloggen ist heute nichts besonderes mehr. Viele Menschen möchten als Ausgleich zu einem fordernden Job einen Blog unterhalten. WordPress ist den angehenden Bloggern meist schnell ein Begriff, doch wie kommt man zu einem WordPress-Blog? Wir führen dich heute leicht verständlich durch die nötigen Schritte hindurch und geben dir wertvolle Hintergrundinformationen.

Schritt für Schritt zum eigenen WordPress-Blog

1 – Die Wahl der richtigen Plattform: WordPress.org vs. WordPress.com

Die richtige Plattform auszuwählen ist nicht einfach, denn hier kommt es nicht nur darauf an, ob du Geld investieren möchtest, sondern auch, was du mit deinem Blog erreichen willst.

Willst du einfach nur ein bisschen bloggen, ohne den Hintergedanken, dass du irgendwann von vielen Besuchern gelesen werden möchtest? Dann wäre WordPress.com richtig für dich. Wenn du allerdings das Bloggen ernst nehmen möchtest, dann wähle lieber die WordPress-Version zum Selbsthosten.

Der Unterschied zwischen beiden Plattformen ist, dass WordPress.com eine Online-Plattform ist. Hier kannst du völlig kostenlos einen Blog anlegen. Allerdings kannst du mit dieser Variante wenig Einfluss auf Design und Funktionalität deines Blogs nehmen.

WordPress.org lässt dich die Blog-Software herunterladen, die du dann auf einem Webhosting-Paket installieren musst. Diese Version lässt dir die totale Kontrolle über jeden Aspekt deines Blogs. Unlimitierte Design-Optionen, unlimitierte Funktionen und die totale Erweiterbarkeit durch viele tausend Plugins verschaffen dir eine Art professioneller Freiheit.

Wenn du wirklich und wahrhaftig bloggen möchtest, dann wähle WordPress.org und ein Webhosting-Paket. Du bekommst eine Menge Vorteile für dein Geld.

  • Themes lassen sich direkt aus WordPress heraus suchen und mit zwei Klicks installieren
  • Du kannst aus fast 4.000 kostenlosen Themes dein Design auswählen.
  • Du kannst auch professionelle, kostenpflichtige Themes installieren.
  • Du kannst aus kostenfreien 45.000 Plugins die von dir gesuchte Funktionserweiterung wählen.
  • Du kannst dein WordPress unendlich anpassen, bis es dir gefällt.
  • Jede denkbare Funktion ist nur eine Plugin-Installation entfernt.
  • Du hast die volle Kontrolle über jeden Aspekt deiner Website.

2 – Die Wahl der richtigen Domain

Wenn du das Bloggen nicht als Spielerei ansiehst, sondern zumindest als ernst zunehmendes Hobby, dann kommst du nicht um eine eigene WordPress-Installation herum. Dafür benötigst du eine Domain. Die Domain ist die »Adresse« deines Blogs.

Ein Beispiel:

www.drweb.de

Bei der Wahl deiner Domain gilt es zu beachten, dass sie kurz und prägnant sein sollte. Ebenfalls hilfreich für die Suchergebnisse ist es, wenn das Schlüsselwort, unter dem du gefunden werden möchtest, sich bereits in der Domain befindet.

Wenn du über Reisen schreiben möchtest, dann könnte deine Website die Domain

www.reiseblog.de

haben.

Mehr zum Thema Blogplattform und Domain:

Dr.Web: Bloggen für Einsteiger: Die richtige Plattform und Domain [#1]

3 – Du brauchst einen Webhoster

Solltest du dich dazu entschlossen haben, das vollwertige WordPress nutzen zu wollen, dann benötigst du einen Platz zum Installieren der Software. Das wäre ein Webhosting-Paket, dass du bei vielen verschiedenen Anbietern mieten kannst.

Ein vernünftiges Paket mit allen nötigen Dingen bekommst du bereits ab nur 5 Euro im Monat. Da es durchaus qualitative Unterschiede zwischen den Anbietern gibt, empfehle ich dir die folgenden beiden Artikel zum Thema Webhosting zu lesen.

Mehr zum Thema Webhosting:

4 – WordPress installieren

Nachdem du eine Domain und ein Webhosting-Paket erworben hast, kommt der wichtige Schritt der Installation deines neuen Blog-Systems WordPress. Du benötigst für die Installation ein FTP-Programm und einen HTML-Editor.

Die Zugangsdaten zu deinem Webhosting hast du von deinem Hoster bekommen.

  1. Erstelle eine Datenbank in phpMyAdmin und schreibe dir die Zugangsdaten auf. Du wirst sie noch benötigen.
  2. Logge dich ein und wechsle in das Hauptverzeichnis für die Websites. Das heißt oftmals entweder html oder public_html. Du bekommst diese Daten ebenfalls von deinem Webhoster.
  3. Lege dort einen Ordner an, der wie deine Website heißt. Das dient der Übersicht und hilft bei einer eventuellen zweiten Installation Probleme zu verhindern.
  4. Beachte, dass deine Domain auf diesen Ordner zeigen muss, damit die Website aufgerufen werden kann. Entpacke den WordPress-Ordner auf deinem Desktop und lade WordPress in diesen Ordner hinein.
  5. Nimm dir die Datei wp-config-sample.php aus dem WordPress-Ordner und benenne sie in wp-config.php um. Trage dort nun die Zugangsdaten zur Datenbank ein.
  6. Erstelle einen Satz Sicherheitsschlüssel und kopiere diese dorthin, wo du die Platzhalter sehen kannst.

wp-config-screenshot

Rufe im Anschluss die folgende Adresse in deinem Browser auf und folge den Anweisungen:

http://deinblog.de/wp-admin/install.php

Die Installation im Video:

https://youtu.be/DovZ2_C1khA

Weiterführende Informationen zum Thema:

5 – Wähle dir ein schickes Theme aus

Themes sind das Salz in der Suppe von WordPress. Innerhalb von Minuten kannst du das Design und die Funktionalität deines Blogs komplett neu gestalten.

Da WordPress nur sehr einfach gestaltete Themes mitliefert, könntest du als Erstes auf die Suche nach einem neuen Theme gehen. Über 4.000 neue und zumeist schicke Designs warten darauf, von dir entdeckt zu werden.

Du kannst direkt in deinem WordPress auf die Suche gehen. Unter dem Menüpunkt „Design => Themes“ wirst du garantiert dein spezielles Layout finden.

Unter Design => Themes => Installieren findest du alle kostenfreien Themes.
Unter Design => Themes => Installieren findest du alle kostenfreien Themes.
Auf dieser Ansicht kannst du die Themes nach Eigenschaften filtern.
Auf dieser Ansicht kannst du die Themes nach Eigenschaften filtern.

Nachdem du dir ein schickes Theme ausgesucht und aktiviert hast, gehe als nächstes in die Theme-Optionen und passe dein Layout an. Unter dem Menüpunkt „Design => Anpassen“ bist du richtig.

Nach der Aktivierung des Themes musst du es noch auf deine Bedürfnisse anpassen.
Nach der Aktivierung des Themes musst du es noch auf deine Bedürfnisse anpassen.

6 – Die Grundausstattung mit nützlichen Plugins

Dein neuer WordPress-Blog sieht nun total schick aus und macht richtig was her. Nun ist es Zeit für eine Grundausstattung mit Plugins.

Plugins sind wichtig. Sie erweitern die Grundfunktionalität von WordPress um viele, zumeist sehr nützliche Funktionen. Sie dienen zum Beispiel der Spam-Abwehr innerhalb der Kommentar-Funktion von WP. Ich habe dir eine Liste mit den Plugins zusammengestellt, die eine Grundausstattung für jeden Blog darstellen sollten.

Alle vorgestellten Plugins haben sich bewährt und werden ständig aktualisiert und weiterentwickelt.

1- Antispam Bee

antispam-bee

Das wichtigste Plugin. Es dient der Abwehr von Spam-Kommentaren und sorgt dafür, dass sich auf deinem Blog nur von Menschen verfasste Kommentare finden.

2 – Yoast SEO

yoast-seo

Ein SEO-Plugin ist unverzichtbar. Zuallererst optimiert es die Ausgabe der Meta-Beitragstitel und der zugehörigen Meta-Beschreibung, und kann diese Dinge für die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen von Google optimieren. Dabei meint Meta-Titel und Meta-Beschreibung die für Google wichtigen Daten. Hier ein Beispiel, wie beides in den Suchergebnissen angezeigt werden kann:

Die SEO-Metadaten. Der Meta-Titel und die Meta-Beschreibung.
Die SEO-Metadaten. Der Meta-Titel und die Meta-Beschreibung.

Dieser Editor erscheint unter Beiträge verfassen unter jedem Artikel. Du kannst die Daten noch manuell überarbeiten, für eine bessere Variante einer Beschreibung.

3 – Publish Confirm

publish-confirm

Publish Confirm sorgt dafür, dass du keine Beiträge versehentlich veröffentlichst, die noch nicht fertig sind. Das Plugin erzeugt dabei ein kleines Pop-Up, in dem du ein zweites Mal bestätigen musst, dass der Beitrag veröffentlicht werden soll. Dieses Plugin gehört für mich zum absoluten Standard und ich verwende es bei jeder meiner Websites.

4 – Autoptimize

autoptimize

Autoptimize hilft dir, deine Website zu beschleunigen. Es fasst alle JavaScript-Dateien zu einer einzigen zusammen und komprimiert den Code. Genauso verfährt das Plugin mit deinen CSS-Dateien. Das sorgt für eine schnellere Ladezeit deines Blogs.

5 – Cachify

cachify

Cachify ist die optimale Ergänzung zu Autoptimize. Cachify speichert deine Website zwischen und liefert die gecachte Seite an deine Besucher aus. Das steigert die Geschwindigkeit deiner Website nochmals enorm und macht daher deine Besucher und auch Google glücklich, da die Ladezeit einer Website einen Ranking-Faktor darstellt.

Profis stellen fest, dass Cachify – in Verbindung mit einer sehr weitgehenden Speed-Optimierung – das schnellste Caching-Plugin auf dem Markt ist. Zudem kann es durchaus auch große Websites optimieren. Für Anfänger ist es zudem am Besten geeignet, da es sehr einfach einzustellen ist.

6 – Contact Form 7

contact-form-7

Mit Hilfe dieses Plugins kannst du auf einfache Art und Weise ein Kontaktformular für deine Kontaktseite erstellen. Sehr effektiv und vor allem einfach einzustellen.

7 – Optimus – WordPress Bildoptimierung

optimus

Die Bilder und Grafiken einer Website sind der Flaschenhals der Ladegeschwindigkeit. Daher ist ein gutes Plugin zur Bildoptimierung sehr wichtig. Du kannst dieses Plugin kostenlos nutzen, ich empfehle jedoch dringend eine Premium-Lizenz zu kaufen, da die kostenfreie Version nur Bilder bis 100KB optimiert. Die Premium-Lizenz kostet 19 Euro im Jahr. Dafür bekommst Du das zur Zeit beste Plugin zur Bildoptimierung mit Support für dasWebP-Bildformat.

7 – Schreibe deinen ersten Artikel

Einen neuen Artikel verfasst du unter dem Menüpunkt „Beiträge => Erstellen„.

So einfach erstellst du einen neuen Beitrag.
So einfach erstellst du einen neuen Beitrag.

Der Text-Editor von WordPress ist betont einfach gehalten. Du wirst schnell den Dreh heraushaben, wie du deine Beiträge verfassen und formatieren kannst.

Erstelle einfach zunächst einige Test-Artikel und mach dich mit allem vertraut. Keine Angst, unter „Beiträge => Alle Beiträge“ kannst du deine Test-Beiträge wieder löschen.

8 – Schreibe richtig gute Inhalte

Das ist nun schwierig. Was sind gute Inhalte? Guter Content ist das, was thematisch, sprachlich und Formattechnisch sehr viele User anspricht. Grundsätzlich kann man sagen, dass guter Content immer Marketing ist. Alle Inhalte im Netz sind Werbetexte.

Sie werben dafür, gelesen zu werden. Und das von so vielen Menschen wie möglich. Das bedingt einen gewissen Aufbau, einen bestimmten Schreibstil und eine perfekte Formatierung der Artikel.

Ein schlechter Schreibstil wird niemanden begeistern. Sind deine Besucher nicht begeistert, dann kommen sie nicht wieder. Können sie deine Inhalte nicht scannen, um schnell die gewünschten Informationen zu finden, kommen sie auch nicht wieder.

Ebenso trifft es die thematische Ausrichtung deines Blogs. Gute Inhalte lösen die Probleme deiner Leser. Sie leiten an, unterhalten und lösen ein Problem.

Doch keine Angst, es existieren gute Anleitungen im Netz.

Weiterführende Informationen zum Thema:

9 – Gute Blogs zum Thema

Es gibt eine Reihe von Blogs, die dich beim Bloggen und Schreiben unterstützen können. Du wirst vieles lernen können und bekommst Lösungen für deine „Probleme“. Ich empfehle dir, den folgenden Websites zu folgen:

Fazit

In nur 9 Schritten habe ich dich durch den Dschungel von WordPress geführt und dir viele wichtige Zusatzinformationen gegeben. Damit sollte es dir möglich sein, deinen Blog mit WordPress zu realisieren und erste Erfolge zu verzeichnen. Doch Bloggen ist ein hartes Geschäft und ich rate dir, durchzuhalten und stets weiterzumachen. Dann wirst du Erfolg haben und vielleicht sogar eines Tages Geld mit deiner Website verdienen können.

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Premium WordPress Hosting: Raidboxes startet durch

Ursprünglich als Blogging-Software konzipiert, werden heute gut 25 Prozent aller Websites weltweit mit WordPress betrieben. Ein aufregendes neues Geschäftsfeld für Hostingunternehmen möchte man meinen. Doch Spezialhoster sind in Deutschland bisher Mangelware. Nun hat der Münsteraner WordPress-Hoster RAIDBOXES ein sechsstelliges Funding vom High-Tech Gründerfonds erhalten.

WordPress Hosting: Bringt das was oder kann das weg?

An Webhostern mangelt es Deutschland wahrlich nicht. Neben internationalen Branchengrößen wie 1und1, gibt es noch die großen nationalen Player wie Mittwald und unzählige kleine Hostingschmieden. Wer braucht da noch einen zusätzlichen Webhoster?

Die Antwort ist einfach: Alle Internet-Professionals und Agenturen, die WordPress zu einem Bestandteil ihres Geschäftsmodells gemacht haben! Das meint zumindest Johannes Benz, einer der drei Gründer von RAIDBOXES. Der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Deutschlands größter Frühphaseninvestor, denkt offenbar genauso und fördert den WordPress-Hoster aus Münster mit einem sechsstelligen Betrag.

Raidboxes: Managed Premium WordPress Hosting

Die exklusive Fokussierung auf ein Content Management System (CMS) ist in Deutschland bisher rar. Für viele Webhoster lohnt es sich schlicht nicht, sich auf ein System zu begrenzen. Oder sie existieren schon so lange, dass WordPress in ihrer Wachstumsphase noch gar kein Thema war. Doch das ändert sich jetzt. In den USA und Großbritannien hat sich spezialisiertes WordPress-Hosting bereits etabliert. Für Benz ist es daher höchste Zeit, dass ein deutscher Anbieter in den Wettbewerb eintritt und frischen Wind in die Branche bringt.

“Matt Mullenweg, einer der Väter von WordPress und erfolgreicher CEO im WordPress-Business, hat das CMS einmal als ‘Betriebssystem des Internets’ bezeichnet. Ein spezielles Angebot macht da unserer Meinung und Erfahrung nach nur Sinn”, so Benz.

Das Verkaufsargument ist bei allen Spezialhostern ähnlich: Durch Zusatzservices, wie Updates des CMS und seiner Komponenten, aber auch durch spezielle Verwaltungstools, sparen Webdesigner, Agenturen und Unternehmen Zeit, die sie an anderer Stelle in ihr Kerngeschäft investieren können. “Praktisch rechnet sich so ein Managed Hosting bereits, wenn es einem nur eine halbe Stunde Arbeit im Monat abnimmt”, erklärt Benz.

Damit ist auch schon die größte Hürde des Spezialhostings angesprochen: der Preis. Vor allem im Gegensatz zu den US-Kunden scheinen deutsche WordPress-Nutzer die etwas höheren Kosten noch zu scheuen. Unternehmen wie Flywheel und WP-Engine haben solche Widerstände im anglo-amerikanischen Raum bereits erfolgreich abgebaut. Und natürlich möchte und braucht auch nicht jeder WordPress-Nutzer ein gemanagtes Angebot.

Managed Hosting kann für Einsparungen sorgen

“Solche Nutzer werden wir auch in Zukunft nur schwer von einem Wechsel überzeugen können. Gerade weil WordPress wegen seiner modularen Struktur sehr pflegeintensiv ist, kann unser Service aber bei vielen WordPress-Projekten für großes Einsparpotenzial sorgen”, meint Torben Simon Meier, CMO bei RAIDBOXES. “Und dank der Community ist WordPress heute ein sehr mächtiges CMS, mit dem sich vielerlei Projekte umsetzen lassen, vom Blog, über den Shop, bis hin zum Medienportal”.

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Versprechen des Spezialhosters – also schnelles, sicheres und einfaches Hosting – wenig von den Services bekannter Webhoster. Echtes WordPress-Hosting sei in Deutschland aber noch lange nicht angekommen, so Benz. Insbesondere die Fokussierung fehle. Denn natürlich könnten die Großen gutes Hosting bereitstellen, nur eben nicht mit derselben Spezialisierung, wie ein echter WordPress Hoster. Hier sei noch Luft nach oben – insbesondere bezüglich WordPress-spezifischer Serveranforderungen und der Optimierung des Kundenworkflows.

Mit ihrer Finanzspritze wollen die Münsteraner nun dafür sorgen, dass auch in Deutschland professionelles Managed WordPress Hosting Einzug hält. “Und das angepasst für den deutschen und europäischen Internet-Professional”, meint Benz. “Hierzu gehören unter anderem deutschsprachiger Support und deutsche Serverstandorte. Beides Punkte bei denen die Nutzer der englischsprachigen Konkurrenz bisher Kompromisse machen mussten”.

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WordPress und HTTP2 – eine Einführung

Im Mai 2015 wurde HTTP/2 als neuer Standard verabschiedet und soll in absehbarer Zeit HTTP/1.1 ablösen. Die möglichen Vorteile von HTTP/2 sind enorm, allerdings ist die Nutzbarkeit noch nicht ganz so einfach, wie angedacht. In diesem Artikel schauen wir kurz auf die Vorteile, die dieser Standard den Website-Besitzern bieten kann, und welche Voraussetzungen für eine Nutzung von WordPress und HTTP/2 erfüllt sein müssen.

WordPress und HTTP2 - eine Einführung

Wie viele Artikel hast du schon zum Thema WordPress und die Ladegeschwindigkeit einer Website gelesen? Wenn es dir wie mir geht, wahrscheinlich sehr viele. Auch ich habe hier auf Dr. Web schon einige Artikel dazu veröffentlicht. Ein wichtiger Teil einer Performance-Optimierung ist der Server, ohne einen vernünftigen, mit einem modernen Betriebssystem ausgestatteten Server funktioniert keine Optimierung.

Das wäre wie gegen Windmühlen kämpfen. Da wir alle nicht Don Quijote sind, sollten wir solche Dinge gar nicht erst anfangen.

Was ist HTTP und wofür braucht man es?

Grundsätzlich ist HTTP (Hypertext Transfer Protocol) ein Weg, wie ein Webserver und ein Browser miteinander kommunizieren. HTTP ist also die Sprache, in sich Server und Browser miteinander unterhalten.

Ich werde in diesem Artikel nicht tief in die Materie eintauchen, wenn du mehr darüber erfahren möchtest, schau dir den Artikel auf Wikipedia dazu an. Zum ersten Mal tauchte HTTP im Jahre 1991 als Version 0.9 auf, sozusagen in der Jura des Internets.

Viel ist seitdem geschehen. Früher bestanden die Websites nur aus wenig mehr als etwas Hintergrundfarbe, ein bis zwei Grafiken, die im HTML verlinkt waren und viel Text. Die Websites damals waren nur einige KB groß, heute sind die Websites dagegen Schwergewichte mit zum Teil einigen MBs.

Gut beobachten kann man die Entwicklung der Websites am Beispiel von Dr. Web.

Eine der ersten Versionen von Dr. Web in der Frühzeit des Internets.
Eine der ersten Versionen von Dr. Web in der Frühzeit des Internets.

Heute ist die tatsächliche Anzahl von Dateien, die zusammen eine Website bilden, sehr stark angestiegen. Früher waren nur einige wenige Dateien zu laden, heute sind es dutzende, die es zu laden gilt. Dieser Fortschritt verschärft die Einschränkungen, die das alte Protokoll HTTP/1 mit sich bringt. Das Resultat ist eine erhöhte Latenz – oder auch Langsamkeit einer modernen Website.

Das wiederum erforderte die Entwicklung von HTTP/2. HTTP/2 kann durchaus als Evolution des alten Protokolls angesehen werden, denn das Hauptziel war das Verringern der Latenz und damit eine erhöhte Ladegeschwindigkeit mit modernen Web-Browsern.

Die Limitierung von HTTP/1

Heute müssen die Browser zur Darstellung einer Website dutzende, manchmal sogar hunderte von Dateien laden, damit eine Website dargestellt werden kann. Folgendes wird zur Darstellung geladen:

  • Das HTML der Website
  • Die Stylesheets (CSS)
  • Das JavaScript
  • Die Bilder
  • Die Videos
  • Externe Dateien für Google Analytics, Werbung und ähnliches
  • Social-Sharing-Lösungen

Das große Problem bei HTTP/1 ist, dass der Browser für jede einzelne Datei, die im HTML, CSS und JavaScript erwähnt wird, eine Anfrage zu erstellen. Das können durchaus auch hunderte von Anfragen und Verbindungen sein. Hunderte von HTTP-Requests sind durchzuführen, was eine Website ganz schön langsam machen kann.

Speed-Optimierung unter HTTP/1

Aus dieser Limitierung heraus wurde ein spezielles Konzept erschaffen, wie man Websites trotz dieser Einschränkungen schneller machen konnte. Dateien wurden gebündelt, um Anfragen zu reduzieren, die Größe wurde durch Komprimierung reduziert und Grafiken zu einem Sprite zusammengefasst. HTTP/2 soll diese Probleme lösen und andere Wege anbieten.

Der Unterschied zwischen HTTP/1 und HTTP/2

Für die genaue Spezifikation von HTTP/2 besuche bitte das HTTP/2 GitHub FAQ. HTTP/2 wurde entwickelt, um von Maschinen und nicht von Menschen lesbar zu sein. Daher ist das neue Protokoll auch binär, denn das optimiert den Prozess der Kommunikation zwischen dem Browser und dem Server.

Es ist zudem weniger Fehleranfällig und kann Dinge wie Leerzeichen, Leerzeilen, Zeilenenden, Großschreibung und ähnliches besser interpretieren.

Der große Unterschied zwischen den beiden Protokollen sind jedoch die Verbindungen. HTTP/1 erlaubt nur eine einzige Verbindung zur Zeit, HTTP/2 kann jedoch mehrere Verbindungen gleichzeitig bearbeiten, da es nach dem Multiplexverfahren arbeitet.

  • HTTP/1 muss für jede einzelne Datei eine Anfrage stellen
  • HTTP/1 lädt eine Datei nach der anderen
  • HTTP/2 hingegen kann mit einer Verbindung viele Dateien laden
  • HTTP/2 erlaubt mehrere Verbindungen gleichzeitig

Das Server-Push Verfahren von HTTP/2

Das Server-Push-Verfahren ist eine Funktion, bei der der Server in der Tat weiß, welche Dateien der Browser benötigt, bevor dieser die Dateien tatsächlich anfragt. Der Server schiebt dann die Dateien an den Browser, ohne darauf zu warten, dass der Browser sie erbittet. Das gestaltet den gesamten Prozess der Anzeige einer Website wesentlich schneller als bisher.

Weitergehende Informationen unter Apache.org/Server Push

Wer mit dem Server-Push-Verfahren experimentieren möchte, findet hier ein kostenloses WordPress Plugin. HTTP/2 Server Push.

Darum ist HTTP/2 wesentlich effizienter

  • Es kann die Verbindung zwischen dem Client und dem Server schneller erzeugen
  • Die Verbindung zwischen Browser und Server ist effizienter und damit schneller
  • Dateien und Ressourcen werden gleichzeitig übertragen
  • Dateien können per Server-Push an den Browser geschoben werden
  • Es können mehr Dateien gleichzeitig geladen und angezeigt werden

Die Online-Demo: der Unterschied zwischen HTTP/1 und HTTP/2

Wie kann ich HTTP/2 mit meiner Website einsetzen?

Ob du HTTP/2 bereits nutzen kannst, hängt ganz und gar von deinem Webhoster ab. Das neue Protokoll ist ein Teil des Server-Betriebssystems (Apache, NGINX oder ILS) und muss daher von deinem Hoster eingepflegt werden.

Solltest du einen eigenen Server haben, dann kannst du jederzeit auf HTTP/2 upgraden und selbst für Aktualität sorgen.

Natürlich existieren mittlerweile einige Hoster, die bereits HTTP/2 unterstützen und anbieten. Doch das erscheint noch eine Ausnahme zu sein. Du kannst selbst testen, ob dein Webserver oder dein Hosting-Paket bereits das neue Turbo-HTTP zur Verfügung stellt. Nutze dafür das Online-Tool von KeyCDN:

HTTP/2 Test Tool

So nutzt du HTTP/2 mit deiner Website

Theoretisch sollte HTTP/2 mit jedem Browser ohne spezielle Konfigurationen nutzbar sein. Soweit die Theorie. In der Praxis schaut das leider ganz anders aus, denn die großen Browser-Hersteller haben sich dazu entschlossen, den Support für das neue Protokoll nur über TLS (HTTPS) zu ermöglichen. Hier eine aktuelle Liste von Browsern, die bereits HTTP/2 unterstützen:

Browser-Support für HTTP/2. Grün bedeutet, das das Protokoll unterstützt wird.
Browser-Support für HTTP/2. Grün bedeutet, das das Protokoll unterstützt wird.

Ein Klick öffnet die interaktive Liste auf Caniuse.com

Du benötigst also ein SSL-Zertifikat für deine Domain, denn nur mit einer SSL-Verschlüsselung wirst du in den Genuss des High-Speed Protokolls kommen.

Test: Welche Website hat HTTP/2 bereits im Einsatz

Für Google Chrome existiert eine Erweiterung, mit der du auf einen Blick sehen kannst, welche Website bereits HTTP/2 im täglichen Einsatz hat.

Die »HTTP/2 and SPDY indicator« Erweiterung

Die Erweiterung setzt sich neben die Adresszeile des Browsers und gibt dir anhand der verwendeten Farben Rückmeldung, ob das Protokoll eingesetzt wird oder nicht. Ein blauer Blitz bedeutet, das die Website HTTP/2 aktiv einsetzt. Grau hingegen heißt, das keine Unterstützung vorhanden ist.

Der blaue Blitz steht für HTTP/2 im täglichen Einsatz.
Der blaue Blitz steht für HTTP/2 im täglichen Einsatz.

Neue Wege gehen bei der Optimierung auf Speed

Die alten Wege der Speed-Optimierung funktionieren bei Einsatz von HTTP/2 nicht mehr, du würdest Potenzial verschenken. Der tägliche Einsatz des Protokolls heißt jedoch nicht, dass keine Dateien mehr zusammengefasst werden sollten, sondern nur, dass genau überlegt werden solle, welche Dateien nicht zusammengefasst werden.

Der mögliche Vorteil des gleichzeitigen Ladens vieler Ressourcen kann auch zu einer langsameren Website führen, wenn nun alle Dateien einfach nicht zusammengefasst und komprimiert werden. JavaScript in einer Datei komprimiert von – zum Beispiel – Autoptimize ausliefern zu lassen resultiert in einer schnelleren Ladezeit, weil die Datei durch optimiertes Caching nur einmal geladen wird, wenn eine entsprechende .htaccess-Datei vorliegt.

Als Optimal hat sich nach extrem vielen Tests mein Weg für fortgeschrittene User zur Speed-Optimierung erwiesen. Hier die Links zur Serie:

Fazit

Der Einsatz von HTTP/2 lohnt sich definitiv, auch wenn man ein SSL-Zertifikat für die Website erwerben muss. Ein kostenfreies Zertifikat von Let’s Encrypt ist jedoch auch völlig ausreichend. Der Geschwindigkeitszuwachs kann enorm sein, je nach bereits vorhandenem Konzept für die Geschwindigkeits-Optimierung. Bei stark auf Performance getrimmten Websites, deren Server bereits PHP7 einsetzen, ist der Zuwachs an Speed jedoch nur marginal, trotz Splitting von zu ladenden Dateien.

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Wie mich (k)ein WordPress-Fehler an den Rand des Wahnsinns brachte

Eigentlich sollte dieser Artikel »Server und WordPress-Fehler: die .htaccess Vererbung« heißen. Doch dieser Titel hätte nicht im Mindesten das wiedergegeben, was sich ereignet hat. Manche Fehler sind dermaßen blöd, dass man nur laut loslachen könnte, wenn es nicht so traurig gewesen wäre. Ein Mann am Rande der Verzweiflung im Kampf gegen einen Fehler, der kein Fehler war.

Wie mich ein WordPress Fehler an den Rand des Wahnsinns brachte

Es sollte nur eine einfache WordPress-Installation werden. Einmal frisch installieren und fertig. Diese Tätigkeit ist nicht wirklich anspruchsvoll und verlangt im Allgemeinen auch nicht viel Fachwissen zur Lösung. Und doch hat es mich an den Rand der totalen Verzweiflung gebracht, denn ich musste eine Lösung für einen Fehler finden, der keiner war.

Die Vorgeschichte – mein Server-Umzug

Vor einigen Monaten habe ich meinen Websites einen »Managed-Root Cloud Server« von hostNET gegönnt. Ich wollte schon länger weg von meinem Shared-Hosting und mir etwas gönnen, was auch zukunftssicher durch skalierbare Ressourcen ist.

Da wir bereits über diese Art eines vServers berichteten, wusste ich, dass mein neuer Server über einen »Auto-Installer« verfügte. Also probierte ich diesen gleich aus und installierte das WordPress für die erste Website im Hauptverzeichnis, und nicht in einem Ordner im selbigen. Zum Verständnis: mit Hauptverzeichnis meine ich nicht das Root-Verzeichnis des Servers, sondern jenes, in dem die Websites ihre Heimat finden (html oder public_html oder ähnliches).

Das eine Installation über den Auto-Installer eine schlechte Lösung war, merkte ich erst viel später. Normalerweise lege ich für jede Website im Hauptverzeichnis einen Ordner an, auf den die betreffende Domain dann zeigt. Das hat sich für mich als beste Lösung erwiesen.

Doch in diesem Fall installierte ich das WordPress für meine erste Website direkt im Hauptverzeichnis. Danach legte ich für jede weitere Website einen eigenen Ordner an, der sich durch meinen dummen Fehler jedoch innerhalb der WordPress-Dateien der ersten Installation befand.

Der falsche und der richtige Weg mit mehreren Websites

So sollte eine Organisation mit mehreren Websites nicht aussehen:

Mein Messy-Server, das Problem ist offensichtlich.
In einer WP-Installation liegen mehrere andere Installationen.

Wenn man mehrere Websites auf einem Server betreibt, dann sollte die Struktur keinesfalls so aussehen, wie auf dem Screenshot oben. Das schafft erhebliche Probleme und dient nicht gerade der guten Übersicht.

Der optimale Weg, mehrere Websites auf einem Server zu organisieren:

So sieht eine vorbildliche Organisations-Struktur für mehrere Websites aus.
So sieht eine vorbildliche Organisations-Struktur für mehrere Websites aus.

Eine optimale Struktur für die Organisation von mehreren Websites auf einem Server bedeutet immer, sich für jede der Websites einen eigenen und eindeutig benannten Ordner anzulegen, auf den die betreffende Domain dann zeigen wird. So bleibt die Übersicht gewahrt und Fehler lassen sich wesentlich leichter lokalisieren, denn es kann keine Vererbung stattfinden.

Der Versuch einer WordPress-Installation

Nicht ahnend, dass mein Tag echt anstrengend werden würde, startete ich die Installation einer Website. Ich legte einen Ordner an, schob die WordPress-Dateien hinein, erstellte eine wp-config.php mit den korrekten Daten der zuvor angelegten Datenbank und rief die Installations-Routine auf.

http://meinewebsite.de/wp-admin/install.php

Doch statt der Installations-Routine bekam ich die folgende Fehlermeldung zu sehen:

Forbidden You don’t have permission to access /wp-admin/install.php on this server

Auch nach mehreren, unterschiedlichen Versuchen und allen möglichen Tricks konnte ich das Problem nicht lösen. Irgendwann wurde es mir zu viel und ich löste das Problem mit der »Kneifzange«.

Die interessante Lösung des Problems

Eine Eingebung ließ mich testen, ob ich eine andere Datei im Ordner /wp-admin/ aufrufen konnte. Ich erstellte eine Datei namens temp.php, und schrieb das berühmte »Hello World« hinein. Nachdem ich diese Datei in den Ordner verschoben hatte, ließ sie sich problemlos im Browser aufrufen. Also versuchte ich einen Trick mit der .htaccess Datei und schrieb folgendes hinein:

Natürlich funktionierte das auch nicht. Wie sollte es auch? Doch dazu etwas später. Denn zuerst galt es, mein Problem zu lösen.

Verwandle die temp.php in die install.php

Die von mir erstellte temp.php im Ordner /wp-admin/ ließ sich ohne Probleme aufrufen. Also kopierte ich den Inhalt der install.php in meine temp.php und passte sie etwas an. Die genaue Prozedur kannst du hier nachlesen:

WordPress Fehler lösen: 403 Forbidden für /wp-admin/install.php

Nun ließ sich WordPress ohne Probleme installieren. Und bereits an diesem Punkt hätte ich auf den wahren Verursacher des Problems treffen können. Doch ich hatte leider keinen Spiegel zur Hand. Erst nachdem ich den Artikel über meine unkonventionelle Lösung des Fehlers veröffentlicht hatte, kam mir die wahre Ursache des Fehlers in den Sinn.

Die Problemursache: die htaccess Vererbung

Der Fehler hatte einen Verursacher und eine Ursache. Der Verursacher war ganz klar ich selbst, denn ich sichere meine Websites stets gegen alle denkbaren Sicherheitslücken ab. Genau das war dann auch die Ursache des Problems.

Ich hatte, ohne groß nachzudenken, das WordPress für meine erste Website in das Hauptverzeichnis des Servers installiert. Die weiteren Websites kamen dann in eigenen Ordnern in die WordPress-Installation der ersten Website.

Das bedeutet, dass sich die .htaccess Datei der ersten Installation auf alle Dateien und Ordner in dieser Installation auswirkt. Auch auf die weiteren Websites. Denn es findet eine Vererbung statt.

Website Nummer eins bekam meine standard- .htaccess Datei verpasst. Der betreffende Ausschnitt:

Dieser Eintrag ist hochwirksam und verbietet jeglichen Zugriff auf die install.php. Sollte sich die Datei in einem Unterordner der ersten Installation befinden, dann ist der Eintrag auch dort wirksam. Grundsätzlich ist das eine logische Sache. Man muss nur darauf kommen.

Fazit: Viel Erfahrung schützt vor dummen Fehlern nicht

Auch Webmaster und Entwickler mit sehr viel Erfahrung machen manchmal dumme Fehler. Es fällt schwer, sich das einzugestehen. Doch es ist so. Manchmal sieht man einfach den Wald vor lauter Bäumen nicht. Wichtig ist nur, den Fehlern auf den Grund zu gehen, damit man dazulernen kann. An Fehlern und ihrer Lösung wächst man. Ich durfte in dieser Hinsicht gleich mehrfach dazulernen. Mein nächstes Zeitfenster wird der Neu-Organisation meines Servers dienen, damit diese Art von Fehlern nicht mehr vorkommen kann.

(dpe)