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Zahlen lesbar trennen

Um Zahlenfolgen richtig zu trennen, gibt es klare typografische Regeln, die ihre Les- und Erfassbarkeit erhöhen. Doch hält man sich im Web kaum daran. Um Zahlen ordentlich und typografisch zu trennen, wird zwischen bestimmten Ziffern ein geringer Platz gelassen,…

Um Zahlenfolgen richtig zu trennen, gibt es klare typografische Regeln, die ihre Les- und Erfassbarkeit erhöhen. Doch hält man sich im Web kaum daran.

Um Zahlen ordentlich und typografisch zu trennen, wird zwischen bestimmten Ziffern ein geringer Platz gelassen, er ist kleiner als ein Leerzeichen. Dies ist in HTML nur über Umwege, zum Beispiel Blind-GIFs möglich. CSS kann mehr, doch steigt natürlich der Aufwand. Für unsere Beispiele verwenden wir daher normale Leerzeichen.

Screenshot
Die Telefonnummer – nicht gerade leserlich

Generell gilt für Zahlen: Ab vier Stellen werden sie in Dreiergruppen von rechts getrennt, also 17 000 und 1 700 000. Vierstellige Zahlen schreibt man 1700, es sei denn sie stehen mit größeren Zahlen in einer Auflistung untereinander – dann werden auch sie getrennt: 1 700.

Besonders interessant auf Webseiten sind die Telefon- und Faxnummer und die Kontodaten auf den Kontaktseiten. Nach typografischen Regeln werden Telefonnummern von hinten in Zweiergruppen gespalten, zum Beispiel (04 51) 123 56 78. Die Durchwahl wird mit Bindestrich abgetrennt: (04 51) 123 56 78-10.

Bankleitzahlen trennt man in zwei 3er Gruppen plus eine 2er Gruppe: 100 200 50, Kontonummern in Dreiergruppen von rechts ausgehend: 1 234 567 890.

Gerade im Online-Zeitalter lohnt es sich aber zu überlegen, ob man zusätzlich die Bankdaten zusammengeschrieben anbietet – Für das Online-Banking optimiert. Denn die Formulare der Banksoftware oder der Online-Seiten der Banken begrenzen die Eingaben meist auf das maximal mögliche. Somit sollen Kunden-Fehler vermieden werden, Leerzeichen zum Trennen stören hier, da ein praktisches Copy & Paste nicht mehr möglich ist.

Um eine Trennung zu erzwingen oder zu verhindern gibt es zwar HTML-Befehle, die auch von so gut wie allen Browsern beherrscht werden, sie gehören aber nicht zum offiziellen Sprachstandard. Der Befehl <nobr> umbricht die Zeile nicht vor dem abschließenden </nobr>, der Befehl <wbr> ermöglicht einen optionalen Umbruch, eine Soll-Bruchstelle quasi. Mit Span-<wbr>Ferkel wird das Wort Span-Ferkel bei Bedarf hinter dem Bindestrich getrennt. Dies macht der Internet Explorer auch automatisch, Mozilla nimmt aber noch das ganze Wort mit in die nächste Zeile und verursacht so Lücken im Text.

Von Nicolas Rotermund

Nicolas war Mitarbeiter im Dr. Web Team in unserer Ahrensburger und frühen Lübecker Zeit.

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